Ausschreibung zum Deutschen Lesepreis 2015

Impulsgeber der Leseförderung gesucht

6. Juli 2015
Redaktion Börsenblatt
Ab sofort können sich Einzelpersonen und Einrichtungen für den Deutschen Lesepreis 2015 bewerben − Voraussetzung ist, dass sie sich in Deutschland für die Leseförderung engagieren. Die Anmeldefrist endet am 31. Juli. Schirmherrin ist Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

Die Bewerbungen können unter www.deutscher-lesepreis.de eingereicht werden. Teilnehmen können Einzelpersonen und Einrichtungen, die sich in Deutschland für die Leseförderung engagieren. Die Einreichungsfrist endet am 31. Juli 2015.

Der Deutsche Lesepreis ist mit insgesamt 23.000 Euro dotiert − und wird in vier Kategorien vergeben. Initiatoren sind die Stiftung Lesen und die Commerzbank-Stiftung, mit Unterstützung der FRÖBEL Gruppe, der PwC Stiftung Jugend – Bildung – Kultur und der Jürgen Moll Stiftung. Die Preisverleihung findet am 25. November in Anwesenheit der Schirmherrin Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, in Berlin statt.
"Neben der Auszeichnung von Bewährtem will der Deutsche Lesepreis auch neue Impulse setzen", betont Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. "Denn Leseförderung ist nur dann zukunftsfähig, wenn sie aktuelle Entwicklungen aktiv aufgreift und immer wieder neue Zugänge zum Lesen eröffnet."

Sonderpreis "Ideen für morgen":Der von der Commerzbank-Stiftung gestellte Sonderpreis "Ideen für morgen" will die Verwirklichung neuer Konzepte ermöglichen. "Bewusst", sagt Astrid Kießling-Taşkin, Geschäftsführerin der Commerzbank-Stiftung, "gehen wir mit dem Sonderpreis in diesem Jahr auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen ein. Ausgezeichnet werden Projektinitiativen, die sich mit dem Themenkomplex 'Migration und Integration' beschäftigen." Bewerben können sich Einzelpersonen und Institutionen, die eigene Ideen entwickelt, aber diese noch nicht umgesetzt haben (Preisgeld: 6.000 Euro).

Preis für "Herausragendes individuelles Engagement":
Hier werden Personen ausgezeichnet, die sich in außergewöhnlicher Weise für die Leseförderung verdient gemacht haben − etwa als ehrenamtlich Engagierter oder durch die Initiierung und Umsetzung eigener Ideen zur Förderung der Lesefreude und der Lesekompetenz für unterschiedliche Alters- und Zielgruppen. Insgesamt stehen 4.500 Euro Preisgeld zur Verfügung (Staffelung: 1. Preis 2.000 Euro, 2. Preis 1.500 Euro, 3. Preis 1.000 Euro). Der Preis wird von der PwC Stiftung Jugend – Bildung – Kultur gefördert.
Preis für "Herausragendes kommunales Engagement": Mit dem Preis werden Institutionen, Unternehmen, Vereine und kommunale Träger ausgezeichnet, die sich in außergewöhnlicher Art und Weise für die Leseförderung vor Ort verdient gemacht haben. Institutionsübergreifende und aufeinander aufbauende Projektzusammenarbeit wird besonders berücksichtigt. Die Projekte und Ideen können sich an alle Altersstufen und Zielgruppen richten. Insgesamt stehen 4.500 Euro Preisgeld zur Verfügung (Staffelung: 1. Preis 2.000 Euro, 2. Preis 1.500 Euro, 3. Preis 1.000 Euro). Der Preis wird von der FRÖBEL-Gruppe gestiftet.

Wissenschaftspreis der Jürgen Moll StiftungDer unter dem Dach des Deutschen Lesepreises vergebene Wissenschaftspreis der Jürgen Moll Stiftung deckt zwei Aspekte ab:

Der Preis in der Kategorie "Wissenschaft des Lesens" wird an Nachwuchswissenschaftler vergeben, die sich in ihren Abschlussarbeiten mit dem Thema Lesen im Kontext der Mediengesellschaft beschäftigen. Dieser Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. In der Kategorie "Lesbare Wissenschaft" zeichnet der Preis Autoren aus, die Wissenschaft für ein breites Publikum greifbar machen. Der Preis wird über ein eigenes Vorschlagsverfahren vergeben. Eine Online-Bewerbung ist nicht vorgesehen. Der Preis dieser Kategorie ist mit 5.000 Euro dotiert.