Aktion für einen neuen Ausbildungsleitfaden

Azubis und Ausbilder sind gefragt

Die IG Unabhängiges Sortiment und die AG Nachwuchsgewinnung des Nachwuchsparlaments überlegen, wie die Ausbildung attraktiver gestaltet werden kann: Sie wollen mit Auszubildenden und Ausbildern einen Leitfaden entwickeln, der die Lehrzeit klarer strukturiert und Informationen gibt.

© Nico Herzog

"Dem unabhängigen Sortiment geht der Nachwuchs aus", lautet die Bestandsaufnahme von Buchhändlern und Nachwuchs. Um dem Abhilfe zu schaffen, stellen sie an die Beteiligten die konkrete Frage: "Wie können die Ausbildung und das Ausbilden attraktiver gestaltet werden?"

In einer gemeinsamen Erklärung wenden sich die AG Nachwuchsgewinnung des Nachwuchsparlaments und die IG Unabhängiges Sortiment an Azubis und Ausbilder.

Von den Azubis wollen sie gerne wissen:

  • Was erwarte ich von meiner Ausbildung?
  • Welche Unterstützung wünsche ich mir von meinem Ausbilder?
  • Wo liegen die Defizite in meiner Ausbildung?
  • Wie kann die Ausbildung attraktiver gestaltet werden?
  • Was ist mir als Azubi sonst noch wichtig?

Von den Ausbildern möchten sie wissen:

  • Welche Fähigkeiten sollte mein Azubi mitbringen?
  • Welches essentielle Fachwissen muss mein Azubi am Ende der Ausbildung haben?
  • Was ist mir als Ausbilder sonst noch wichtig?
  • Wie kann die Ausbildung attraktiver gestaltet werden?

"Wir freuen uns über Rückmeldungen bis zum 7. März 2018 an das Nachwuchsparlament (nachwuchssprecher@posteo.de) oder die IG Unabhängiges Sortiment (igus@boev.de)", fordern Nachwuchssprecher Philipp Nawroth und IGuS-Sprecherin Katrin Röttgen Azubis und Buchhändler auf, sich einzubringen. Aus den Anregungen wollen sie einen gemeinsamen, neuen Leitfaden für die betriebliche Ausbildung entwickeln, der sowohl Azubis als auch Ausbildern eine Unterstützung zur Ausbildungsstrukturierung bietet. Außerdem können an einer Ausbildung Interessierte sich damit über den Beruf informieren.

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5 Kommentar/e

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  • Anonym

    Anonym

    Eine Ausbildung zum Buchhändler würde wohl am leichtesten Schmackhaft gemacht werden können, wenn auch die Konditionen als ausgelernter Buchhändler stimmen würden.
    Und damit meine ich Gehälter jenseits der 1.600-1.800 € brutto, mehr Vollzeitarbeit, unbefristete Stellen etc.
    So wie es mir im Moment erscheint, können nur noch absolute Idealisten in diesem Job glücklich werden.

  • Harald Kraft

    Harald Kraft

    @ Anonym:
    Sie bringen es mit Ihren genannten Fakten genau auf den Punkt.
    Der Buchhandel muss sich da sehr ändern, wenn er noch
    einen Nachwuchs bekommen will, der für Bücher begeistert ist.
    Und zudem fallen heute die Kenntnisse in Literatur fast weg.
    Aber genau da wäre ein großer Nachholbedarf und als
    Lernstoff in den Fachklassen zu vermitteln und eben nicht
    nur Pc-Wissen usw.
    Buchhändler/-innen sollten nicht nur diese neue Medien kennen,
    sondern eben auch mehr Buchinhalte.
    Und Gespräche mit Leser/-innen in der Buchhandlung müssten
    gelernt sein und zwar so, dass die Kunden gerne wieder in die
    Buchhandlung kommen.
    So ein Ausbildungsleitfaden ist also unter vielen Gesichtspunkten
    sehr wichtig und könnte auch vom Berufsbildungsausschuss im
    Börsenverein mit konzipiert werden.
    Der Beruf des Buchhändlers wandelt sich langsam zum Medienhändler.

  • Georg M.

    Georg M.

    Im Einzelhandel wird schon noch genug ausgebildet und es gibt auch noch Nachfrage. Nur sind die Erwartungen im Buchhandel halt höher als in vielen anderen Branchen. Und wer diese Erwartungen erfüllen kann, sollte doch keine Ausbildung im Buchhandel machen. Da gibt es viele Möglichkeiten mit besserer Bezahlung und Perspektive nach der Ausbildung.
    Die Ansprüche nach unten schrauben?

    Georg M.

  • Barbara Waterstradt

    Barbara Waterstradt

    Schade, wirklich schade wie sich das einst so wunderschöne Berufsfeld "Buchhandel" entwickelt hat!
    Aber diese Zustände sind ja nicht vom Himmel gefallen...
    Und jetzt? Ausbilden für die Arbeitslosigkeit??
    Na, herzlichen Dank!

  • Th. Kleinschmidt

    Th. Kleinschmidt

    Die ganze Branche hat völlig überzogene Vorstellungen. Buchhändler, die am liebsten nur noch Abiturienten als Azubis einstellen möchten. Verlage, bei denen für die kleinsten Sachbearbeiterjobs ein abgeschlossenes Studium vorausgesetzt wird. Beides schon im Bekanntenkreis erlebt. Wenn dann wenigstens die Bezahlung auch dementsprechend wäre, aber das wurde ja oben bereits angesprochen.

    • ...

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