Elsevier hält Zugang zu gekündigten Journals offen

Zeichen der Entspannung

Der STM-Verlagsriese Elsevier will den Zugang deutscher Wissenschaftseinrichtungen zu seinen Journals aufrechterhalten, auch wenn mehr als 200 Institutionen ihre Zeitschriftenverträge mit Elsevier gekündigt haben, um in den bisher erfolglosen "DEAL"-Verhandlungen Druck auf die Gegenseite auszuüben. Dies meldet "Times Higher Education".

Ein Sprecher von Elsevier sagte laut "Times Higher Education" (THE), man habe die Wissenschaftsinstitutionen darüber informiert, den Zugang zu den eigenen Zeitschriften-Inhalten offenzuhalten, und wolle mit der HRK weiter über eine Lösung verhandeln. Ein erster Schritt soll die Verlängerung der bisherigen Verträge für das Gesamtjahr 2018 sein. Über Elseviers Schritt, den Zugang zu den Inhalten bis auf Weiteres zu gewähren, scheint die Humboldt-Universität einem Sprecher zufolge noch nicht informiert worden zu sein, so THE.

Seit mehr als einem Jahr verhandeln Elsevier und das DEAL-Projekt der deutschen Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ohne inhaltliche Annäherung über eine Bundeslizenz für elektronische Wissenschaftsjournale des Verlags.

Aus Sicht von Elsevier liegt der Knackpunkt der Verhandlungen in der Vorstellung der HRK, im Rahmen der Bundeslizenz für die Verbreitung der Elsevier-Publikationen von deutschen Forschern über das sogenannte Gold-Open-Access-­Modell zu bezahlen, damit aber gleichzeitig ohne zusätzliche Zahlung den Zugang zu allen anderen nichtdeutschen Wissenschaftsartikeln zu erhalten. Dies bedeute, für die Veröffent­lichung des fünfprozentigen deutschen Anteils am weltweiten Publikationsvolumen aufzukommen; der Zugang zu den übrigen 95 Prozent der weltweiten Inhalte – die im Subskriptionsmodell erscheinen – soll jedoch ohne Zahlung der entsprechenden Subskriptionsgebühr zugänglich gemacht werden.


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