Das bestätigt Freytag-Berndt-Geschäftsführer Paul Ranefeld auf Anfrage. Der Buchmarkt – auch im Bereich der Wander- und Alpinliteratur – habe sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Um den Bergverlag Rother in Oberhaching bei München "wirtschaftlich stabil und zukunftsfähig aufzustellen, haben wir unsere internen Strukturen intensiv überprüft. Dabei sind wir zu dem Schluss gekommen, das bisher intern geführte Lektorat im Laufe dieses Jahres vollständig zu schließen und künftig mit einem externen spezialisierten Dienstleister zu arbeiten. Wir sichern damit den langfristigen Fortbestand des Verlages", so Ranefeld.
Die damit einhergehenden Kündigungen würden sich im einstelligen Bereich bewegen. Neben Geschäftsführer Michael Hochenegg gebe es 18 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weitere Auskünfte würden nicht erteilt, heißt es weiter aus Wien.
Der Bergverlag Rother ist eine 100-prozentige Tochter der Freytag-Berndt u. Artaria KG in Wien. Deren Geschäftsführer ist seit Dezember 2025 Paul Ranefeld, der vor sechs Jahren zu Freytag-Berndt kam und dort zuvor andere Positionen innehatte.
Den schrumpfenden Markt im Reisesegment zeigen aktuelle Zahlen: Laut Branchen-Monitor Buch, den Media Control ermittelt, hat die Warengruppe 3 Reise 2025 in Deutschland 10,8 % weniger Umsatz erzielt als im Vorjahr (alle Absatzwege), gegenüber 2022 waren es minus 19,0 %. Bei Sport- und Aktivreisen (WG 32) separat betrachtet, waren es minus 14,7 % zu 2024 und minus 30,2 % zu 2022. Noch etwas schlechter sieht das Ergebnis für Sport- und Aktivreisen im Sortimentsbuchhandel aus: minus 15,8 % zu 2024, minus 33,4 % zu 2022.
In Österreich hat die Warengruppe 3 Reise laut Zahlen von Media Control besser abgeschnitten: Hier betrug 2025 das Umsatzminus gegenüber dem Vorjahr 4,7 %, bei der Unterwarengruppe Sport- und Aktivreisen waren es minus 10,0 %.