EY-Umfrage zu Weihnachtsgeschenken

Verbraucher wollen mehr ausgeben

Zwei Monate vor Heiligabend kommt die erste Prognose: Im Schnitt wollen die erwachsenen Bundesbürger in diesem Jahr pro Kopf 266 Euro für Weihnachtsgeschenke aufwenden − rund drei Prozent mehr als im Vorjahr. Das hat eine Umfrage im Auftrag der Beratungsgesellschaft Ernst & Young ergeben. 49 Prozent der Befragten wollen auch Bücher und E-Books verschenken.

Hochgerechnet würden damit die geplanten Geschenkausgaben deutschlandweit 18,1 Milliarden Euro betragen, so die EY-Mitteilung weiter. Für die repräsentative Umfrage im Auftrag von Ernst & Young wurden vom 6. bis 16. Oktober 1.500 Verbraucher in Deutschland ab 18 Jahren befragt.

"Die Beschäftigung in Deutschland hat Rekordniveau erreicht, und dank hoher Tarifabschlüsse, niedriger Inflation und gesunkener Energiekosten haben die Deutschen mehr Geld im Portemonnaie", fasst Thomas Harms (EY) die Ergebnisse zusammen. In Zeiten extrem niedriger Zinsen lohne sich zudem das Sparen nicht – entsprechend hoch sei die Konsumbereitschaft der Verbraucher.

Bücher als zweithäufigstes Geschenk

Im vergangenen Jahr wollten die Befragten 259 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben, in diesem Jahr sind es nun 266 Euro (plus 2,7 Prozent). Am meisten davon soll dabei in Gutscheine oder Geldgeschenke fließen: 68 Euro (2015: 45 Euro). Direkt danach folgen Bücher, für die die Befragten 26 Euro vorsehen, etwas weniger als im vergangenen Jahr (29 Euro). Dabei wollen Frauen im Schnitt 9 Euro mehr in Buchgeschenke stecken als Männer

Daher sollen Gutscheine oder Geldgeschenke auch am häufigsten unterm Weihnachstbaum liegen: 54 Prozent (2015: 51 Prozent) der Befragten wollen ihren Lieben dieses Geschenk machen. Gleich danach folgen Bücher und E-Books, die 49 Prozent (2015: 52 Prozent) auf dem Zettel haben − dabei Printbücher 47 Prozent (2015: 51 Prozent) und E-Books 6 Prozent (2015: 5 Prozent).

Fachgeschäft als erste Anklaufstelle: Atmosphäre zählt

Bei der Geschenksuche werden dabei verstärkt die Fachgeschäfte angesteuert: Hier wollen die Verbraucher 104 Euro (2015: 94) lassen. Der Anteil an den geplanten Gesamtausgaben stieg von 36 Prozent (2015) auf nun 39 Prozent. Einen deutlichen Abfall verzeichnen Kaufhäuser und Einkaufszentren mit zusammen 63 Euro (2015: 91 Euro), wobei insbesondere Kaufhäuser verlieren (2016: 41 Euro; 2015: 67 Euro). Die geplanten Ausgaben im Online-Handel steigen leicht von 55 Euro (2015) auf 57 Euro − Marktanteil: 21 Prozent wie im Vorjahr.

Für den stationären Einzelhandel biete das Weihnachtsgeschäft die große Chance, im Wettbewerb mit Onlineanbietern zu punkten, so Thomas Harms: "Beim Geschenkekauf legen viele Konsumenten ihre Schnäppchenmentalität ab; sie sind eher als sonst bereit, sich auf das Einkaufserlebnis einzulassen, und sie sind empfänglicher für Atmosphäre und Ambiente."

Weitere Ergebnisse der Studie:

  • 71 Prozent (2015: 75 Prozent) der Verbraucher kaufen ihre Weihnachtsgeschenke lieber beim stationären Einzelhändlern vor Ort
  • 9 Prozent, im Vorjahr waren es noch 11 Prozent, kaufen lieber online ein. Bei Familien mit Kindern (12 Prozent) liegt der Anteil am höchsten, bei Paaren (6 Prozent) am niedrigsten.
  • Das stärkste Plus bei den geplanten Ausgaben findet sich in diesem Jahr bei den unter 35-Jährigen (plus 18 Prozent auf im Schnitt 220 Euro) und den über 66-Jährigen, die ihr Budget um 15 Prozent (auf 266 Euro) erhöhen wollen. Leicht unter dem Vorjahreswert liegen die geplanten Ausgaben der 46−55-Jährigen, deren Budget von 295 auf 291 Euro schrumpft.

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