Festival Neue Literatur in New York

Deutsche Autoren im Big Apple

Vom 23. bis 25. März findet in New York das Festival Neue Literatur statt, bei dem sechs  deutschsprachige und zwei US-Autoren zusammen kommen.

Die mittlerweile neunte Ausgabe des Festivals Neue Literatur, das sowohl deutsche als auch US-Romanliteratur vorstellt, widmet sich dem Thema "INSIDER | OUTSIDER". Zu Gast sind amerikanische, deutsche, österreichische und Schweizer Autoren sowie Experten aus dem Verlagswesen, die in ihren Werken Fragen nach Identität und Zugehörigkeit in einem "zerklüfteten Europa" und darüber hinaus untersuchen. Kuratiert wird das Festival in diesem Jahr von Peter Blackstock, Senior Editor bei Grove Atlantic, wie die Frankfurter Buchmesse mitteilt. 

Auf dem Festival Neue Literatur 2018 sind folgende Autoren vertreten:

  • Fatma Aydemir (Deutschland) ist Autorin des mit dem Klaus-Michael Kühne Preis ausgezeichneten Romans "Ellbogen", welcher von mehreren Theaterkompanien für die Bühne adaptiert wurde. Sie ist außerdem Redakteurin für die Tageszeitung "taz".
  • Nava Ebrahimi (Österreich) ist Autorin des mit dem Debütpreis des österreichischen Buchpreises ausgezeichneten Romans "Sechzehn Wörter", ehemalige Herausgeberin der "Financial Times Deutschland" und Nahost-Referentin für die Bundesagentur für Außenwirtschaft.
  • Ursula Fricker (Schweiz) ist Autorin des Romans "Fliehende Wasser", welcher 2004 den Preis der Schweizer Schillerstiftung für das beste Werk erhielt. 2012 veröffentlichte Fricker das für den Schweizer Buchpreis nominierte Buch "Ausser sich". Ihr Roman "Lügen von gestern und heute" gewann 2017 den Brandenburgischen Kunstförderpreis.
  • Meral Kureyshi (Schweiz) ist Autorin des für den Schweizer Buchpreis nominierten Romans "Elefanten im Garten". 2016 erhielt Kureyshi den Literaturpreis des Kantons Bern und 2016 wurde "Elefanten im Garten" für die im Vorfeld des Frauenfelder Buchfestivals stattfindende “Frauenfeld liest ein Buch”-Kampagne ausgewählt.
  • Robert Prosser (Österreich) ist der preisgekrönte Autor des Debütromans "Geister und Tattoos". Prosser ist ebenfalls Mitbegründer von Babelsprech, einer Initiative für die internationale Förderung junger Poesie. Sein zweiter Roman "Phantome" wurde auf die Longlist des Deutschen Buchpreises 2017 gewählt.
  • Philipp Winkler (Deutschland) ist Gewinner des Joseph-Heinrich-Colbin-Preises und des Retzhof-Preises für junge Autoren. Er ist Autor des mit dem aspekte-Literaturpreis ausgezeichneten Romans "Hool", welcher sich außerdem in der engeren Auswahl für den Deutschen Buchpreis 2016 befand.

Das Festival bringt jeweils sechs deutschsprachige Autoren mit zwei US-Autoren zusammen. 2018 sind auf dem Festival zwei renommierte US-Romanschriftsteller vertreten:

  • Lisa Ko, Autorin von "The Leavers" und Finalistin der National Book Awards 2017,
  • und Atticus Lish, Autor von "Preparation for the Next Life", welcher den PEN/Faulkner Preis für Erzählliteratur 2015 und den Grand Prix de Littérature Américaine 2016 erhielt.

Der amerikanische Schriftsteller John Wray, Autor von "The Lost Time Accidents" hat in diesem Jahr den Festivalvorsitz inne. "Wie vielleicht zu keiner anderen Zeit seit Menschengedenken wird dem Konzept von Zugehörigkeit – von physischen, ideologischen und ästhetischen Grenzen, und davon, wem es erlaubt ist, diese zu überschreiten – so eine essentielle und greifbare Bedeutung für uns alle zuteil", sagt Wray. "Ansichten, welche bislang weitestgehend abstrakt blieben, sind nun plötzlich konkret geworden, unmittelbar und von tödlicher Konsequenz. Seit jeher hat das Festival Neue Literatur die Bruchlinien zwischen Sprache, Nationen und Kulturen überbrückt und ich freue mich nun in gespannter Erwartung darauf, unsere vorgefasste Meinung gemeinsam mit den anderen Teilnehmern infrage zu stellen."


Auszeichnung für Barbara Perlmutter

Der Friedrich Ulfers Preis wird auf der Eröffnungsfeier des Festivals am 22. März an Barbara Perlmutter, langjähriger Buchscout und Repräsentantin des S. Fischer Verlags, überreicht. Der Preis ist mit einem Stipendium in Höhe von 5.000 Dollar dotiert und ehrt eine Persönlichkeit aus der Literaturszene, die sich für die Förderung deutschsprachiger Literatur in den Vereinigten Staaten eingesetzt hat. Bisherige Preisträger sind u.a. Barbara Epler, Burton Pike, Robert Weil, Sara Bershtel und Carol Brown Janeway.

Zum Festival

Das Festival Neue Literatur (FNL) wurde als gemeinschaftliches Projekt von New Yorks größten deutschsprachigen Kulturinstitutionen ins Leben gerufen: dem Austrian Cultural Forum New York, dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in New York, dem Generalkonsulat der Schweiz, dem Deutschen Haus der Columbia University, dem Deutschen Haus der NYU, dem Frankfurter Buchmesse Büro New York (ehemaliges German Book Office New York), dem Goethe Institut New York sowie Pro Helvetia.

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