Fortsetzung der Stroemfeld-Edition bei Wallstein

Kafka-Ausgabe gerettet

Ein vorzeitiges Ende der Franz-Kafka-Ausgabe (FKA) ist abgewendet: Die im Stroemfeld Verlag begründete Edition kann nach der Insolvenz des Verlags nun im Wallstein Verlag fortgesetzt werden.

Eine entsprechende Vereinbarung gaben die Herausgeber Roland Reuß und Peter Staengle sowie die Verleger KD Wolff und Thedel v. Wallmoden heute bekannt. Für die Kafka-Forschung und die gesamte Literaturwissenschaft ist die Rettung der Edition eine herausragende Nachricht.

Künftig sollen auch der "Kafka-Kurier", die Zeitschrift "TEXT. Kritische Beiträge" und die Bände der Reihe "editionTEXT" bei Wallstein erscheinen.

1 Kommentar/e

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  • Literaturkenner

    Literaturkenner

    Wenn uns die Stroemfeld-Insolvenz eins gezeigt hat, dann, dass die Zeit von solchen Mammut-Editionsprojekten vorbei ist. Und dass die Verlage, die darauf nicht reagieren, nun ausgesondert werden - egal, welches Renommee ihnen anhaftet. Während die Branche proaktiv auf die Digitalisierung und die veränderte und sich verändernde Einstellung von Förderern reagiert, tut es wunder, dass solche Projekte auf Biegen und Brechen fortgeführt wird. Die junge Literaturwissenschaft hat sich längst von solchen Ausgaben abgewandt, deren fragwürdige Ziele immer mehr kritisiert werden. In der NZZ war darüber unlängst ein cleverer Artikel, der mich wundern lässt, dass man das Überleben der Kafka-Ausgabe angeblich in der „gesamten Literaturwissenschaft“ feiert. Ich habe bisher bei den Kollegen nur Desinteresse feststellen können.

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