Geschäftsklima-Umfrage des "digital publishing report"

Durchwachsener Optimismus

56 Prozent der Entscheider in Verlagen haben das neue Jahr mit Optimismus begonnen und erwarten gegenüber 2017 ein Umsatzplus. Dies hat eine Umfrage des "digital publishing report" (dpr) unter 46 Entscheidern in Verlagen ergeben.

Trotz der optimistischen Grundstimmung bei der Mehrheit der Verlage ist das Geschäftsklima laut dpr "nicht besonders warm" – auch wenn nur etwa jeder zehnte Befragte (9 Prozent) 2018 mit Rückgängen rechnet.

Hoffnungsträger ist für 61 Prozent der Umfrageteilnehmer das Digitalgeschäft: Sie erwarten hier ein Plus. Bei größeren Verlagen (über zehn Millionen Euro Jahresumsatz) erwarten dies sogar 80 Prozent. Für das Print-Geschäft rechnen dagegen über zwei Drittel aller Teilnehmer mit Stagnation oder gar einem Minus.

Investiert wird in Technologie und Infrastruktur

Trotz der optimistischen Grundstimmung zeigen sich die Verleger zum Jahreswechsel nicht gerade investitionsfreudig, so der "dpr Medienmonitor". In allen Kategorien (Personal, Marketing, PR/Presse, Herstellung, Inhalte/ Lizenzen, Vertrieb) sollen die Investitionen beim Gros der Verleger im kommenden Jahr gleichbleiben. Ausnahme: Für Technologie und Infrastruktur kündigen drei Viertel aller Befragten an, "mehr" oder "deutlich mehr" Geld bereitzuhalten. Schwerpunkte dabei sind IT-Systeme, Customer Relationship Management (CRM), neue Internetauftritte, Software und Prozessoptimierung.

Der Kunde im strategischen Fokus

Mit Blick auf die größten Herausforderungen für das eigene Unternehmen ist das Votum der Verleger einheitlich: Während Fachverleger schwerpunktmäßig (31 Prozent) die Digitalisierung ganz nach oben setzen, ist es bei den Publikumsverlagen zu einem Drittel der Kunde, der am stärksten in den Fokus aller strategischen Überlegungen rückt. Die Frage- und Problemstellungen sind dabei vielfältig und reichen von der rückläufigen Kundenfrequenz bis hin zur "Substitutionskonkurrenz" im Konsum- und Freizeitverhalten durch andere Angebote. Zentrales Problem: Der "Dienstleistungsanspruch" der Kunden wachse, die Diversifikation des Angebots werde außerdem breiter – ohne dass jedoch der Markt größer werde.

An der ausführlichen Befragung des dpr haben sich 46 Entscheider aus Verlagen, größtenteils Geschäftsführer, beteiligt, je zur Hälfte aus Fachverlagen und Publikumsbuchverlagen aller Größen.

Die komplette Analyse finden Sie hier.

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