Internationaler Hermann-Hesse-Preis 2018

Joanna Bator und Esther Kinsky ausgezeichnet

Die polnische Schriftstellerin Joanna Bator (links) und ihre Übersetzerin Esther Kinsky erhalten den mit 20.000 Euro dotierten Internationalen Hermann-Hesse-Preis 2018 der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung.

Die Autorin und ihre Übersetzerin: Joanna Bator (l.) und Ester Kinsky

Die Autorin und ihre Übersetzerin: Joanna Bator (l.) und Ester Kinsky © Calwer Hermann-Hesse-Stiftung

Joanna Bator gelte als "eine der wichtigsten polnischen Autorinnen der Gegenwart", so die Hermann-Hesse-Stiftung in ihrer Medieninformation. Ihre Romane "Sandberg" (2009; dt. 2012), "Wolkenfern" (2010; dt. 2013) und "Dunkel, fast Nacht" (2012, dt. 2016) seien in Polen und in Deutschland "literarische Sensationen" gewesen; in Deutschland sind sie bei Suhrkamp erschienen. Esther Kinsky ist Übersetzerin und Autorin und hat nicht nur "Sandberg", sondern auch den zweiten Teil der Dilogie, "Wolkenfern", ins Deutsche übertragen. "Im Zentrum der beiden Romane steht eine weibliche Generationenkette mit zwei Großmüttern, einer Mutter und deren Tochter, die die krisengeschüttelte (Nach)Kriegsgeschichte Ostmitteleuropas an dem schlesischen Ort Waƚbrzych (ehemals Waldenburg) erleben, wo die deutsche und polnische Geschichte aufeinandergeschichtet sind", heißt es weiter.

Die europäische Thematik der Romane, die Absage an kulturelle und nationale Eindeutigkeiten, die oft verblüffende Verbindung tragischer Ereignisse mit komischen Episoden sowie die nostalgisch-ironische, spielerische und vor allem poetische Sprache, die in Esther Kinskys Übersetzung einen eigenständigen Sprachkosmos bildet, habe die Jury dazu bewegt, dieses Autorin-Übersetzerin-Paar mit dem Hermann-Hesse-Preis 2018 auszuzeichnen.

Esther Kinsky ist in diesem Jahr als Autorin mit "Hain: Geländeroman" (Suhrkamp) für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert in der Kategorie Belletristik (siehe Archiv).

Jury-Mitglieder waren Lerke von Saalfeld (Stuttgart), Schamma Schahadat (Tübingen), David Wagner (Berlin), Stefan Weidner (Köln) und Insa Wilke (Frankfurt).

Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 2. Juli, dem Geburtstag von Hermann Hesse, in Calw verliehen.

Über den Preis

Der Internationale Hermann-Hesse-Preis wird alle zwei Jahre von der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung verliehen. Er soll laut Statuten einem literarischen Werk Anerkennung und Aufmerksamkeit verleihenn, das nach Auffassung der Jury verdient, diese aber noch nicht in entsprechender Weise erfahren hat.

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