Umfrage des Cashback-Portals Shoop

Immer weniger Deutsche kaufen Bücher bei Amazon

Nur noch 34 Prozent der Deutschen bestellen ihre Bücher hauptsächlich bei Amazon − im vergangenen Jahr waren es 44 Prozent. Das hat eine aktuelle Umfrage des Cashback-Portals Shoop.de ergeben. Der Umfrage zufolge profitieren von dem Rückgang die übrigen Online-Händler.

Amazon-Lager in Leipzig

Amazon-Lager in Leipzig © Amazon

Zunächst hatte der amazon-watchblog.de über die Studie berichtet, die boersenblatt.net vorliegt. Kommt die Abwendung von Amazon dem stationären Handel zugute? Jein. Laut Shoop-Umfrage weichen die Deutschen zunehmend auf andere Online-Händler aus. "Schlechte Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter, die Überwachung des Konsums der Nutzer, Steuervermeidungstaktiken sowie eine monopolartige Marktkonzentration − die diversen Gründe den Online-Riesen zu meiden, scheinen von den deutschen Verbrauchern stärker berücksichtigt zu werden", so Shoop in einer Mitteilung zur Studie.

Besonders in traditionell starken Amazon-Produktkategorien, wie bei Büchern, Musik und Unterhaltungsmedien, würden die Kunden im Vergleich zu 2017 weniger auf den Online-Marktplatz Amazon zurückgreifen. Die Ergebnisse bei den Büchern:

  • Während im letzten Jahr noch 44 Prozent ihre Bücher hauptsächlich bei Amazon bestellten, sind es 2018 noch 34 Prozent.
  • Dafür gewinnen andere Online-Händler an Prozentpunkten hinzu (2017: 20 Prozent 2018: 24 Prozent).
  • In beiden Jahren gaben 23 Prozent der Befragten an, Bücher hauptsächlich im stationären Handel zu kaufen.

Ähnlich sehe es bei CDs und digitaler Musik aus: Zehn Prozent der Befragten kaufen weniger bei Amazon ein (2017: 37 Prozent 2018: 27 Prozent). Auch Unterhaltungsmedien, wie DVDs und Blu-Rays würden noch von einem Drittel (33 Prozent) über Amazon bezogen, während es 2017 noch 44 Prozent waren, heißt es weiter.
 
Zusammenfassend verdeutlicht die Studie, so Shoop, dass Amazon in neun von 16 abgefragten Produktkategorien Prozente einbüßen musste, Kunden diese Produkte also weniger bei Amazon kauften. Kunden kaufen zwar weiterhin online ein, wechseln aber offensichtlich von Amazon zu anderen Online-Shops.


Online-Handel nimmt zu

Andererseits würde die Umfrage auch bestätigen, dass der Online-Handel weiter zunimmt, während das stationäre Geschäft stagniert (wie bei Büchern, siehe oben) oder sogar rückläufig ist und in 14 von 16 Produktkategorien Verluste verkraften muss. Besonders gravierend seien die Einbußen bei Lebensmitteln (2017: 91 Prozent; 2018: 79 Prozent), Garten- und Heimwerkerzubehör (2017: 57 Prozent; 2018: 48 Prozent), Medikamenten (2017: 64 Prozent; 2018: 53 Prozent) und Möbeln (2017: 70 Prozent; 2018: 59 Prozent).

Die noch immer recht hohen Zahlen würden deutlich machen, dass die Mehrheit der Deutschen bestimmte Produkte vorrangig im Einzelhandel erwirbt und auch preisintensive Anschaffungen wie Möbel traditionell noch im Möbelhaus gekauft werden. Dass die traditionell im Einzelhandel verorteten Produktkategorien jedoch immer mehr Kunden an den Online-Handel abtreten müssen, verdeutlicht die Tendenz, dass sich die Einkaufsgewohnheiten der Deutschen im Wandel befinden − weg vom traditionellen Einzelhandel hin zum Online-Shopping.


Über die Studie
Die repräsentative Umfrage wurde im Oktober 2018 mit 1.001 Teilnehmern im Auftrag von Shoop.de von einem Online-Marktforschungsinstitut durchgeführt.

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