Trendumfrage des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger

15 Jahre bis zum Ende der gedruckten Tageszeitung?

19. Februar 2026
Redaktion Börsenblatt

Wie Horizont online berichtet, blicken Mitglieder der Geschäftsführung von Zeitungsverlagen trotz aller Herausforderungen überwiegend zuversichtlich in die Zukunft. Dies geht aus einer Umfrage hervor, an der rund 100 von ihnen teilnahmen.

Menschen über Zeitung gebeugt

Die zwölfte Ausgabe der Trendumfrage des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger, durchgeführt von der Hamburger Unternehmensberatung Highberg, ergab u.a., dass die Mehrheit der Befragten mit zweistelligen Zuwächsen sowohl im Vertrieb als auch in der Vermarktung rechne. 68 Prozent gingen davon aus, dass die digitalen Erlöse innerhalb der kommenden fünf Jahre die laufenden Kosten decken werden. Einzelne Verlage hätten diese Phase bereits erreicht.

Das Printgeschäft erodiere dagegen weiter und werde mittelfristig wohl vollständig durch digitale Modelle abgelöst. Rund 60 Prozent der Geschäftsführer:innen rechneten mit einem Ende der Print-Ausgabe innerhalb der nächsten 15 Jahre. Christoph Mayer, Partner der Unternehmensberatung Highberg, wird mit den Worten zitiert: "Dass digitales Wachstum eine zwingende Notwendigkeit ist, ist in der Branche tief verankert. Auf dem Weg von Print zu Digital kommt jetzt die zweite Herausforderung: das Print-Geschäftsmodell sicher und mit möglichst langer Landebahn abzulösen. Vor allem die hohe Kompetenz der Verlage in der Arbeit mit Daten aus dem Digitalgeschäft wird für das ’Print-Softlanding’ essenziell."

Zum Artikel von Horizont online