Modernes Antiquariat

Avus startet neuen B2B-Shop

19. Februar 2026
Redaktion Börsenblatt

Die Avus Buch & Medien GmbH, der Kölner Großhändler im Modernen Antiquariat, hat seinen neuen B2B-Shop gestartet. Avus geriet als Teil der Weltbild-Gruppe im Zuge der Insolvenz der Muttergesellschaft in eigene Antragspflicht – seitdem steht man unter Insolvenzverwaltung. Gespräche mit Investoren befänden sich auf einem sehr guten Weg, teilt das Unternehmen mit.

Mit dem Start des neuen B2B-Shops will Avus gezielt seine Vertriebsstruktur stärken, heißt es in der Mitteilung. Die moderne Plattform bündele das gewerbliche Sortiment digital, vereinfache Bestellprozesse für Fachhändler und Partner und schaffe höhere Transparenz beim Warenangebot. Damit sollen insbesondere die Kernkundengruppen unterstützt und zugleich die operative Effizienz erhöht werden.

Avus war Teil der Weltbild-Gruppe und geriet im Zuge der Insolvenz der Muttergesellschaft in eine eigene Antragspflicht, obwohl der operative Geschäftsbetrieb wirtschaftlich tragfähig gewesen sei. Auch rund 18 Monate unter Insolvenzverwaltung sei das Unternehmen weiterhin erfolgreich am Markt aktiv.

Der Insolvenzverwalter der Avus GmbH, Dr. Jörg Gollnick von der Kanzlei Heidland Werres Diederichs, stehe sowohl zum Geschäftsmodell des Vertriebs von Restauflagen und Mängelexemplaren als auch zu Maßnahmen der wirtschaftlichen Stabilisierung des Unternehmens, um Kosten zu sparen. Trotz der situativ bedingten Herausforderungen ist die Avus GmbH weiterhin am Markt präsent, so die Mitteilung weiter, wobei der Geschäftsbetrieb vollumfänglich fortgeführt wird.

Die Ziele der Insolvenzverwaltung

Die Insolvenzverwaltung verfolgt das Ziel, den laufenden Betrieb zu stabilisieren, damit parallel eine tragfähige Zukunftslösung in Form einer sogenannten 'übertragenden Sanierung' umgesetzt werden kann. So soll die Übertragung des Geschäftsbetriebs und möglichst vieler Arbeitsplätze erreicht werden. Die Gespräche mit Investoren befänden sich in diesem Zusammenhang auf einem sehr guten Weg. Das klare Ziel bleibe die langfristige Fortführung und Wettbewerbsfähigkeit der Avus GmbH am Markt mit einem neuen Partner.

AVUS beschäftigt aktuell der Mitteilung zufolge 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und liege damit personell auf einem nahezu unveränderten Niveau seit Beginn der Insolvenzverwaltung.

In den vergangenen rund 18 Monaten seien wesentliche Veränderungen angestoßen worden: Prozesse wurden optimiert, Kostenstrukturen angepasst und digitale Vertriebskanäle verbessert. Zudem wurden interne Abläufe professionalisiert und Entscheidungswege verkürzt. Der neue B2B-Shop sei ein sichtbares Ergebnis dieser Arbeit und Teil der strategischen Transformation hin zu einem effizienteren und noch kundenorientierteren Geschäftsmodell.