Umfrage

Buch im Gepäck?

6. November 2026
Redaktion Börsenblatt

Wenn die Börsenblatt-Leser:innen unterwegs sind, greifen sie häufig zum Buch. In einer Umfrage gaben rund 91 Prozent an, oft ein Buch dabei zu haben. Nur 9 Prozent nehmen nie eines mit.

Lesende Frau in der Bahn

An der Umfrage teilgenommen haben 150 Leser:innen. Anlass war das Plädoyer der Journalistin Susanna Wengeler, mehr Bücher ins Stadtbild zu bringen, das im Börsenblatt veröffentlicht wurde. Bei den Antworten auf die Frage, welches Buch gerade im Gepäck ist, zeigt sich unter den Leser:innen eine große Bandbreite: Die mitgenommenen Bücher reichen von Krimi-Reihen und Belletristik-Titeln über Sachbücher bis zu Klassikern. Viele lesen mehrere Titel parallel, sowohl gedruckt als auch digital.

Grafik Leseverhalten

Die meistgenannten Titel

Am häufigsten wurden die Romane "Yesteryear“ von Caro Claire Burke und "Anton und Alma" von Dana Vowinckel, "Die Lücken“ von Shida Bazyar und "Die Riesinnen" von Hannah Häffner genannt. Auffällig ist der Bezug zum Deutschen Buchpreis: Drei der genannten Bücher stehen auf der Shortlist 2026, nämlich "Die Lücken", "Anton und Alma" sowie "Schleifen" von Elias Hirschl. 

Das Format hängt vom Reisen ab

Das Format der Bücher hängt stark von der Art des Reisens ab. Bei Neuerscheinungen sind Hardcover sehr beliebt, einige halten das Taschenbuch für die beste Wahl: "Hauptsache ein Taschenbuch. Führt dazu, dass ich Novitäten nie lese, wenn ich unterwegs bin, weil die mir zu viel wiegen". Andere setzen auf den E-Reader, weil sie bei langen Reisen nahtlos weiterlesen können, ohne mehr Gepäck zu tragen.

Für einige ist das Smartphone das wichtigste Lesegerät. Ein Leser schreibt: "Ich habe mein Smartphone immer dabei – mit 100 E-Books". Andere nutzen die Tolino-App und passen die Schrift an, weil ihnen die Schrift gedruckter Bücher inzwischen zu klein ist. Einige Teilnehmer warnen auch davor, aus der Außensicht vorschnell zu schließen: Wer ein Smartphone in der Hand halte, lese nicht zwingend kein Buch. E-Books seien Bücher, und sie ließen sich unterwegs auf dem Smartphone bequem lesen.