Cees Nooteboom wurde am 31. Juli 1933 in Den Haag geboren. Als junger Autor berichtete er 1956 über den Ungarn-Aufstand, 1963 über den SED-Parteitag, und fünf Jahre später über die Studentenunruhen in Paris (gesammelt in dem Band "Paris, Mai 1968"). Seine in mehreren Bänden gesammelten Reiseberichte festigten seinen Ruf als Reiseschriftsteller.
1980 fand Nooteboom zurück zur fiktionalen Prosa und erzielte mit dem auch verfilmten Roman "Rituale" ("Rituelen") große Erfolge. Sein umfangreiches Werk, das in viele Sprachen übersetzt ist, umfasst Erzählungen, Berichte, Gedichte und Romane wie "Allerseelen" ("Allerzielen"). Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb über Nooteboom: "Ein Schriftsteller, wie es auf der Welt nur wenige und in unseren Breiten nicht noch einen gibt. Ein fabulierender Magier, der in allen Sprachen und Dialekten zaubert und mit einem Satz von Erdteil zu Erdteil springt, über die weitesten Ozeane und die unwegsamsten Gebirge." Bei Suhrkamp liegt auch eine Ausgabe der "Gesammelten Werke" des Autors vor.