„Das solltet ihr lesen!“

Die Gewinner:innen des lyrix-Wettbewerbs 2026 stehen fest

12. Mai 2026
Redaktion Börsenblatt

Zum 18. Mal wurden im Rahmen des Bundeswettbewerbs für junge Lyrik lyrix die besten Gedichte des Jahres in zwei Kategorien mit unterschiedlichen Altersgruppen gewählt. Die Preisverleihung findet Anfang Juni in Berlin statt.

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Insgesamt wurden 1.884 Gedichte von 1.179 Teilnehmer:innen eingereicht – ein Zuwachs gegenüber 2024 mit 1.488 Einsendungen. Aus allen Einreichungen wurden über das Jahr 2025 hinweg 144 Monatsbeste gekürt, aus denen zwei Jurys nun die 24 Jahresbesten gewählt haben.

Preisträger:innen in der Altersgruppe 10 bis 14 Jahre:

  • Kseniia Bogdanchikova (*2011) aus Hamburg mit dem Gedicht „Er hat eine Mütze für mich gestrickt“
  • Federico Di Vitto (*2011) aus Blaustein mit dem Gedicht „Was du mir bist“
  • Sofía González Sánchez (*2010) aus Stuttgart mit dem Gedicht „Stapelüberstapelt“
  • Helen Jakubowski (*2012) aus Dietingen mit dem Gedicht „Brief der Augen“
  • Charlotte Jelinek (*2011) aus Berlin mit dem Gedicht „Das Aquarium“
  • Frida Karst (*2011) aus Gießen mit dem Gedicht „Buch, S. 143, Nr. 2 b)“
  • Tonda Montasser (*2011) aus Berlin mit dem Gedicht „Denn ich bin der Projektleiter dieser Hochhäuser“
  • Jarne Munko (*2010) aus Bonn mit dem Gedicht „Zwischen uns“
  • Nora Sophie Pfänder (*2015) aus Illerkirchberg mit dem Gedicht „Steine trinken Streit“
  • Paula Röhm (*2013) aus Stuttgart mit dem Gedicht „segelboot“
  • Mona Schlegel (*2010) aus Kempen mit dem Gedicht „Variation von Rot“
  • Annika Schuler (*2011) aus Garching mit dem Gedicht „nachts, als die eule nicht flog“.

Preisträger:innen in der Altersgruppe 15 bis 20 Jahre:

  • Ana-Theodora Bădoi (*2006) aus Aachen mit dem Gedicht „Uninterpretiertes Licht“
  • Lilli Biller (*2005) aus Berlin mit dem Gedicht „meine muttersprache ist verrat“
  • Swantje Bitterling (*2006) aus Limburg mit dem Gedicht „dear diva version of me,“
  • Julian Sebastian Fröhling (*2004) aus Leipzig mit dem Gedicht „Analytischer Gesang“
  • Christine Henne (*2005) aus Trebur mit dem Gedicht „Hannover, 28°“
  • Katharina Könneke (*2008) aus Dortmund mit dem Gedicht „Die Aus(sen)sicht“
  • Philipp Metzler (*2008) aus Köln mit dem Gedicht „Z u - H a u s e . T o u r“
  • Mily Meyer (*2004) aus Nürnberg mit dem Gedicht „ich kann“
  • Charlotte Obenaus (*2005) aus Leipzig mit dem Gedicht „Gasbläschen“
  • Finn Paul Ridinger (*2007) aus Kuppenheim mit dem Gedicht „✦ WER REIST, WEISS NICHTS VON ORTEN ✦“
  • Katharina Scheipner (*2005) aus Leipzig mit dem Gedicht „von beileidsbekundungen bitte ich abzusehen“
  • Fanny Walger (*2004) aus Leipzig mit dem Gedicht „ik ben vergeten“.

"Eine Sprache, die sich traut, nah zu sein"

"Ich hatte mir vorgenommen, sachlich zu bleiben", erklärt Tim Holland, Lyriker, Literaturvermittler, Verleger und Jahresjury-Mitglied. "Auf die Spracharbeit der Gedichte wollte ich achten, auf die Konkretheit der Bilder, auf den vielleicht schon eigenständigen Ton. Und dann habe ich diese Gedichte gelesen. Ich war nicht vorbereitet. Diese Texte sind offen und präzise, wütend und zärtlich – alles zugleich. So vielfältig die Ausdrucksweisen sind, in ihnen kann man eine radikale Hinwendung zur Welt lesen, ohne schamhaftes Zögern, ohne zynischen Schutzabstand. In einer Sprache, die sich traut, nah zu sein. Dabei geben die Gedichte keine fertigen Antworten, sondern versuchen, mitten in dieser fordernden Gegenwart, überhaupt erst herauszufinden, was man denkt. Was man fühlt. Das solltet ihr lesen!"

Die Jurys

Die Jahresjury der Altersgruppe 10 bis 14 Jahre setzte sich in diesem Jahr zusammen aus Claudia Maaß (Didaktikerin und Literaturvermittlerin), Rojin Namer (lyrix-Alumna), Anja Utler (Dichterin und Übersetzerin) und Christine Wagner (Literarisches Colloquium Berlin, Projektleitung Echt absolut, Finanzen). Zur Jury der Altersgruppe 15 bis 20 Jahre gehörten Jan Drees (Schriftsteller, Journalist und Radiomoderator, Deutschlandfunk), Tim Holland (Lyriker, Literaturvermittler und Verleger), Norbert Hummelt (Lyriker und Übersetzer) sowie Daniela Seel (Lyrikerin und Verlegerin).

Preisverleihung

Die Jahresgewinner:innen der Altersgruppe 15 bis 20 werden Anfang Juni nach Berlin eingeladen. Dort begegnen sie Autor:innen und anderen jungen Schreibenden, entwickeln ihre Texte in Schreibwerkstätten weiter und erleben Lesungen, Gespräche und literarische Veranstaltungen im Rahmen des Poesiefestivals Berlin. Höhepunkt ist die öffentliche Preisverleihung am 3. Juni 2026 im Haus für Poesie (Knaackstraße 97 / Kulturbrauerei, 10435 Berlin) unter der Moderation von Malte Abraham. Beginn ist um 14 Uhr. Es gibt Musik von Golden Diskó Ship sowie einen anschließenden Empfang. Der Eintritt ist frei, Interessierte sind herzlich eingeladen.

Weitere Informationen gibt es hier: Home - lyrix