Oliver Vogel: Sie haben recht, dass in der breiten Öffentlichkeit hierzulande Vorwissen zur regionalen Geschichte rund um die Jahre der Staatsgründung Israels und für die Einschätzung der Situation in Gaza und dem Westjordanland sowie der Rolle der Terrororganisation Hamas fehlt. Es geht dabei nicht nur um Wissen, sondern auch um die Vielfalt von Erfahrungen und Perspektiven und um einseitige Geschichtspolitik und gegenwärtige Machtpolitik. Unsere Möglichkeit als Verlag ist es, diesem Mangel mit Büchern zu begegnen und wir haben dafür Autor*innen im Programm, die mit Engagement, Kenntnis, persönlicher Erfahrung und auch Mut aufklärerisch arbeiten. Unser aktuelles Programm widmet sich in diesem Sinne der existenziellen Bedeutung von Literatur, Philosophie und kritischem Denken in Krisenzeiten. Wir bieten als Verlag eine kritische und sich beteiligende Plattform für Perspektiven aus Israel und aus Gaza, Perspektiven, die in deutschen Diskursen oft ungehört bleiben.