Du bist mir ja 'ne Marke!
Einfach nur gute Geschichten zu schreiben oder zu zeichnen – damit ist es heute nicht mehr getan. Was Autor:innen und Illustrator:innen außerdem noch mitbringen sollten.
Schriftsteller Nils Mohl.
Einfach nur gute Geschichten zu schreiben oder zu zeichnen – damit ist es heute nicht mehr getan. Was Autor:innen und Illustrator:innen außerdem noch mitbringen sollten.
Schriftsteller Nils Mohl.
Auch wenn das Schreiben und Illustrieren nach wie vor eine einsame Tätigkeit ist – das Drumherum ist es längst nicht mehr. "Sind Autorinnen und Autoren nicht inzwischen selbst kleine Medienunternehmen – und müssen sie das vielleicht sogar sein?", fragt Schriftsteller Nils Mohl sich und stellvertretend die ganze Zunft. Denn die Personen hinter den Büchern nehmen heute einen wachsenden Stellenwert ein, insbesondere bei Marketing-, Presse- und Social-Media-Expert:innen der Verlage.
"Autor:innen sollten heute im engen Austausch mit ihren Leser:innen stehen, was mit einer aktiven Präsenz auf Social Media einhergeht, mit Lesungen und Podcasts", fasst Loewe-Programmleiterin Jeanette Hammerschmidt die Anforderungen zusammen. Die Königsdisziplin ist dann so etwas wie eine daraus resultierende Markenbildung, für die es "ein klares Profil braucht, das heißt eine Autorin, ein Autor steht für ein Genre, eine ganz eigene Erzählweise,
für bestimmte Themen oder Expertise". Das ist ganz im Sinne der Verlage: "Gemeinschaftlich suchen wir einen Weg, ihre Besonderheit wiedererkennbar zu machen und so den Fans Orientierung in einem sehr vollen Markt zu geben", sagt Iris Praël, Programmleiterin Kinderliteratur, Young und New Adult bei Ravensburger.