Diese Auszeichnung erhält „Man kann auch in die Höhe fallen“ von und mit Joachim Meyerhoff. Wechselnd erzählt er in dieser fast 13-stündigen Livelesung kuriose, groteske und liebenswerte Geschichten von seiner höchst vitalen Mutter sowie vom Theaterleben, wie er es als Schauspieler und Regisseur erlebt hat.
Anlass für das Werk ist eine Lebenskrise des Autors, in der er beschließt, Berlin den Rücken zu kehren und für mehrere Wochen zu seiner Mutter aufs Land zu ziehen.
Die Geschichten, die er dort erlebt und niederschreibt, leben laut Jury von Meyerhoffs fast masochistischer Selbstironie, von seinen erinnerten, höchst witzigen Theateranekdoten und vor allem von dem Kontrast zwischen einem melancholischen, das eigene Leiden kultivierenden Schriftsteller und seiner lebenslustigen Mutter. Diese ignoriert ihr Alter, fährt wie ein Berserker Auto, badet in der feuerquallenverseuchten Ostsee und sonnt sich dann nackt, während ihr Sohn nicht einmal die Zehen ins Wasser strecken mag.
Dass für das Hörbuch die Livelesung in der Berliner Schaubühne eingespielt wurde, ist für die Jury ein „atmosphärischer Glücksfall“. Das Publikum ist begeistert, was Joachim Meyerhoff wiederum zu Höchstleistungen anspornt. Als Buch ist dieses Werk nach Meinung der Jury „schon großartig, als Hörbuch einfach grandios“.
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