In der Jurybegründung von Daniela Seel heißt es: "Fiston Mwanza Mujila verbindet in seinen Texten auf begeisternde Weise Leben, Träumen und Denken, die alltäglichen Abgründe und Aufschwünge des Menschen, immer eingewoben in Musik und das Flüstern, Lachen, Spotten, Jammern, Fluchen, Jauchzen, Rauschen, Kosen und Loben der menschlichen Stimme. Fiston Mwanza Mujila zu lesen oder performen zu hören, führt an die Grundfragen unserer Existenz und unseres Zusammenlebens in all unserer Gemachtheit aus Hoffnung, Traum, Liebe, Hybris, Gewalt und Geschichte."
Fiston Mwanza Mujila, 1981 in Lubumbashi (DR Kongo) geboren, lebt und arbeitet seit Jahren in Graz, schreibt vorwiegend auf Französisch Lyrik, Prosa und Theaterstücke und unterrichtet Literaturen afrikanischer Länder an der Universität Graz. Für seinen 2016 bei Zsolnay erschienenen Debütroman "Tram 83" (aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt von Katharina Meyer und Lena Müller) erhielt er zahlreiche Preise, darunter den Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt. 2022 veröffentlichte Fiston Mwanza Mujila seinen zweiten Roman "Tanz der Teufel" (wieder bei Zsolnay, wieder in der Übersetzung von Katharina Meyer und Lena Müller) und den Lyrikband "Kasala für meinen Kaku" (Ritter Verlag, aus dem Franz. ins Deutsche übertragen von Elisabeth Müller).