Lokalreporter und Gastronomie-Autor

Franz Kotteder ist gestorben

9. Januar 2026
Redaktion Börsenblatt

Die Verlage Heyne und Ludwig trauern um ihren Autor Franz Kotteder. Der Münchner Journalist ist am 30. Dezember im Alter von 62 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben.

schwarzweiß-Foto von Franz Kotteder

Franz Kotteder

Franz Kotteder, geboren 1963 in München, war über Jahrzehnte eine prägende Stimme des Münchner Journalismus. Mit scharfem Blick, Humor und großer Leidenschaft habe er über 40 Jahre für die "Süddeutsche Zeitung" über das kulturelle Leben, die Gastronomie und nicht zuletzt das Oktoberfest berichtet und prägte sie so mit. "Dabei verband er fachliche Genauigkeit mit einer unverwechselbaren persönlichen Note", so die Verlage Heyne und München.

Christian Mayer drückt es in einem Gedenken in der "Süddeutschen Zeitung" so aus: "Franz Kotteder war ein Lokalreporter im allerbesten Sinne. Aber so breit aufgestellt, dass er das Literarische, das Politische und das Kulturhistorische nach Belieben in seine Texte einfließen lassen konnte." 

Neben seiner journalistischen Arbeit setzte sich Kotteder unermüdlich für Pressefreiheit und faire Arbeitsbedingungen ein – als langjähriger Betriebsrat und als Landesvorsitzender der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union in Bayern. Zuletzt erschienen die Bücher "Buchheim" (gemeinsam mit Yves Buchheim) bei Heyne sowie "Der große Ausverkauf" bei Ludwig. Neben den beiden Verlagen liegen Titel von Kotteder etwa auch bei Callwey und Redline vor.