In der NDR-Sendung, die hier nachzuhören ist, wird ein O-Ton aus einem Instagram-Post von Benjamin von Stuckrad-Barre Ende des vorigen Jahres zitiert. "Das ist eine absolute Perversion", so der Autor dort. "Ich empfinde das als geistigen Diebstahl. Die sollen alle zur Hölle fahren und zerschlagen werden mit ihren Riesenfirmen." KI als Autor sei eine "absolute Perversion". Künstliche Intelligenz lese alte Klassiker wie neue Bestseller, lerne von ihnen, imitiere und kopiere, allerdings ohne dafür zu bezahlen. Er empfinde das als geistigen Diebstahl: "Die sollen alle zur Hölle fahren und zerschlagen werden mit ihren Riesenfirmen." Von Stuckrad-Barre fordert daher: KI-Anbieter sollten erstmal alle Texte zurückgeben – und sie fortan nur noch mit Erlaubnis nutzen. Ihn ärgert, wie Tech-Giganten seine und andere Texte missbrauchen, gratis als sogenannte "Trainingsdaten".
Der NDR-Beitrag führt zudem eine Studie der Universität Cambridge an, nach der bereits mehr als die Hälfte aller britischen Schriftsteller fürchten, KI könne sie vollständig ersetzen. Die neue Technik schreibe bereits Kinder- und Sachbücher und produziert einfache Romane, nutze dafür die Kreativität und das Wissen anderer, so Erika Thomalla vom Zentrum für Buchwissenschaft in München. Wobei die KI die Literatur nicht insgesamt bedrohe, sondern "vor allem Texte, die sehr standardisiert sind und marktgetrieben sind".