Jugendbuchmesse Bolgona

Globale Buchbranche fordert Engagement für Leseförderung

13. April 2026
Redaktion Börsenblatt

Anlässlich der Jugendbuchmesse in Bologna appelliert die globale Buchbranche an internationale Institutionen, mehr denn je die Kräfte bündeln, um das Lesen bei jungen Menschen zu fördern. Es sei lebenswichtig für die Demokratie.

"Verlage, Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen, Familien, Fachleute der kindlichen Entwicklung und Medien zusammenzubringen, ist der sicherste Weg, Bücher wieder ins Zentrum zu rücken und kritisches Denken zu fördern", heißt es in der Presseinformation zum Appell. 

Der Appell, der nationale, regionale und internationale Organisationen zu einem erneuerten Engagement für die Leseförderung aufruft, wurde von der

  • International Publishers Association (IPA),
  • dem International Board on Books for Young People (IBBY),
  • der Federation of European Publishers (FEP),
  • dem italienischen Verlegerverband Associazione Italiana Editori (AIE),
  • dem Syndicat National de l'Édition (SNE)
  • sowie der Bologna Children's Book Fair unterzeichnet.

Lesen als Stärkung demokratischer Gesellschaften

In der Erklärung heißt es: "Die unterzeichnenden Organisationen rufen die UNESCO, die Europäische Kommission sowie alle nationalen und internationalen Institutionen dazu auf, ihr Engagement für die Unterstützung von Initiativen zur Förderung des Lesens von Büchern – insbesondere bei jungen Menschen – zu erneuern, als unverzichtbares Instrument zur Stärkung und Weiterentwicklung offener und demokratischer Gesellschaften."

"Entscheidend ist eine langfristige Finanzierung"

Der Austausch, den man in Bologna über Best Practices aus verschiedenen Ländern geführt habe, "bestärkt uns in der Überzeugung, dass der sicherste Weg vorwärts darin liegt, das breitestmögliche Netzwerk von Akteurinnen und Akteuren einzubinden, darunter: Autorinnen und Autoren, Verlage, Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen, Familien, Fachleute der kindlichen Entwicklung sowie die Medien". Entscheidend sei, dass solche Initiativen von nationalen und internationalen öffentlichen Institutionen entschlossen unterstützt werden – durch verlässliche, langfristige Finanzierung, die lokale und regionale Besonderheiten anerkennen und stärken kann.

Bücher wieder ins Zentrum rücken

"Wir stehen an einem Wendepunkt: Kinder und Jugendliche wachsen heute in einem Umfeld auf, in dem die ungelenkte und unkritische Nutzung von Smartphones und Tablets es zunehmend erschwert, Konzentration aufrechtzuerhalten und kritisches Denken zu entwickeln – Fähigkeiten, die das Lesen von Büchern auf einzigartige Weise fördert. Bücher wieder ins Zentrum zu rücken heißt, in die Zukunft der Demokratie zu investieren."