Wenn Heidi fröhlich durch sattgrüne Wiesen hüpft und ihre Arme um den grummeligen Almöhi schlingt, dann fühlt sich Johanna Spyris Welt immer noch nach einem allgemeingültigen Sehnsuchtsort an. Doch es hat sich etwas getan. Der 2025 in die Kinos gekommene Animationsfilm "Heidi. Die Legende vom Luchs" erzählt rund um die bekannten Figuren eine neue Geschichte vom Schutz der Natur vor gierigen Geschäftsleuten.
Damit ist die Tür geöffnet. Nun gibt es auch in Buchform eine neue Heidi-Episode für Kinder ab vier. "Nachdem ich die Nacherzählung für das Bilderbuch geschrieben hatte, war es für mich ein großes Vergnügen und eine spannende Herausforderung, eine völlig neue und eigene Heidi-Geschichte zu entwickeln – mit dem nötigen Respekt gegenüber der Vorlage", sagt die Autorin Katja Alves.
In ihrer Geschichte spielen neben den Hauptfiguren wie Heidi, Klara, Peter und Almöhi zwei Geißen die Hauptrolle. Denn die sind in "Heidi und die verschwundenen Geißen" weg. Aber woran liegt es, dass ein nunmehr 146 Jahre altes Kinderbuch mit seinen Figuren und dem Setting immer noch Relevanz besitzt? "Weil die Grundthemen der Heidi-Geschichte zeitlos sind", sagt Alves. "Heimweh, Freundschaft, Hilfsbereitschaft und natürlich auch die Verbundenheit mit der Natur."
Genauso wie "Das kleine Gespenst" von Otfried Preußler. Das spukt nun für die ganz Kleinen, als Pappbilderbuch mit interaktiven Schiebeelementen und neu illustriert von Thorsten Saleina. Auch der kleine Wassermann planscht weiter. Nach einer Idee von Otfried Preußler erzählt dessen Tochter Regine Stigloher eine neue Geschichte: Der Mühlenweiher soll zugeschüttet werden. Dagegen muss sich doch etwas tun lassen, denkt der kleine Wassermann und holt sich beim alten Brunnenmann Rat, wie sich das verhindern ließe.