Die zentralen Festivaltage finden am 18. und 25. September im Collegium Hungaricum Berlin statt: Hier diskutieren am 18. September Claudia Hamm, Chantal Wright, Petra Schaper Rinkel und Maike Albath über menschliches Übersetzen in Zeiten automatisierter Sprachproduktion, Petina Gappah und Patricia Klobusiczky mobilisieren das utopische Potential kollektiver Spracharbeit in Simbabwe, und Annette Hug spricht in ihrer Festivalrede über das Übersetzen als politischen und poetischen Akt. Zum Abschluss des Tages bringt eine Poetry-Slam-Performance frische Energie auf die Bühne.
Am 25. September sprechen Luca Homburg, Isabella Hermann und Karla Kutzner über feministische Zukunftsvisionen, Krisztina Tóth legt die Propagandamechanismen in einer zerrissenen Gesellschaft offen und Doris Kouba, Sebastian Guggolz und Katja Lange-Müller tauschen sich über die Neuübersetzung von Čapeks visionärem Klassiker "Der Krieg mit den Molchen" aus. Außerdem gibt es dystopische Climate Fiction aus Singapur in szenischer Lesung zu erleben, und abends können alle das Festival gemeinsam in der DJ-Lounge ausklingen lassen: Hier gibt es Zeit für Gespräche und Raum für Begegnungen.
Weitere Programmpunkte: Mirko Kraetsch und Frank Heibert tauschen sich zur Übersetzung klassischer und neuer Dystopien im digitalen Zeitalter aus. Meral Şimşek, Mustafa Gündoğdu und Dawid Yeşîlmen präsentieren Kurdistan+100, ein literarisches Zukunftslabor aus vier kurdischen Sprachen. Karen Nölle und Milena Adam sprechen über die Kraft ökologischer Science-Fiction von Ursula K. Le Guin bis heute. Laura Haber, Lars Schmeink und Franziska Muche diskutieren über einen intergalaktischen Sturm aus Lateinamerika. Ergänzt wird das Festival zudem durch drei Übersetzungsworkshops für Schüler:innen in der Amerika-Gedenkbibliothek Berlin und einen Übersetzungsworkshop für Erwachsene im Collegium Hungaricum Berlin. Das Projekt schreiben&lebenExTRA bietet am 18. und 25. September Einzelberatungen rund um das Thema Literaturübersetzung und den Übersetzungsberuf an.