FLINTA* Literatur mit zwei Veranstaltungsreihen

"Literatur muss ein freier und sicherer Raum bleiben"

12. März 2026
Redaktion Börsenblatt

Die Berliner Plattform für FLINTA*-Autor*innen in Diaspora und Exil, veranstaltet 2026 zwei Programmreihen: "Girl, Show Me That Body (of Work)" und "FLINTA* Kultur Salon". Beide bieten in Berlin lebenden FLINTA*-Künstler*innen mit Migrations- und Exilerfahrung eine Bühne.

Plakat zu "Girl, Show Me That Body (of Work)"

Plakat zu "Girl, Show Me That Body (of Work)"

EIoana Cristina Casapu, Gründerin von FLINTA* Literatur, skizziert in der Ankündigung die Zielsetzung der Reihen: "Angesichts der weltweiten Zunahme von Autoritarismus und Zensur muss Literatur ein freier und sicherer Raum bleiben, in dem Autor*innen und Publikum ohne politische Einflussnahme miteinander sprechen können." Diesen Raum biete FLINTA* Literatur: Pro Programmreihe sind 2026 vier Veranstaltungen geplant, je zwei im April und Mai sowie im September und Oktober. Alle acht Veranstaltungen finden in der Lettrétage in Berlin-Mitte statt, der Eintritt ist frei. Insgesamt nehmen 39 Künstler*innen aus 22 Ländern mit Beiträgen in fünf Sprachen teil.

Die Veranstaltungsreihe "Girl, Show Me That Body (of Work)" fördert seit 2024 durch Lesungen, literarische Performances und Diskussionen den Dialog über Identität, Migration und Geschlechtergerechtigkeit und schafft inklusive Räume sowie kulturelle Teilhabe. Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt im Anschluss an eine öffentliche Ausschreibung, die auf kuratorischer Ebene Durchlässigkeit und Chancengleichheit sicherstellen soll.

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Plakat zum "FLINTA* KULTUR SALON"

Plakat zum "FLINTA* Kultur Salon"

Tradition feministischer Salons wiederbeleben

2026 startet zudem eine zweite Reihe: Der "FLINTA* Kultur Salon" ergänzt und erweitert die Initiative FLINTA* Literatur, denn neben Literatur und Performance werden auch Kunstformen wie Tanz, Theater, Spoken Word oder Musik einbezogen. In den interdisziplinär angelegten Veranstaltungen verhandeln FLINTA*-Künstler*innen Themen wie Identität, Entwurzelung, Autonomie und Solidarität. Der "FLINTA* Kultur Salon" soll Berlins historische Tradition feministischer Salons als radikale Räume der Begegnung und des Widerstands wiederbeleben und neu denken.

Beide Veranstaltungsreihen finden in Kooperation mit der Lettrétage statt, werden gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie empfohlen von The Reader Berlin und präsentiert von tipBerlin.

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Zu FLINTA* Literatur:

FLINTA* Literatur wurde 2024 von der rumänischen Autorin und Künstlerin Ioana Cristina Casapu in Berlin gegründet und ist eine Initiative, die sich der Förderung von Inklusion, Diversität und gerechter Teilhabe an Literatur und Kultur widmet. Indem sie FLINTA*-Autor*innen – Frauen, Lesben, Intersexuelle, nicht-binäre, trans und agender Personen – mit Migrationshintergrund und benachteiligten Lebensrealitäten in den Mittelpunkt stellt, hinterfragt FLINTA* Literatur gesellschaftliche Narrative und fördert den sozialen Zusammenhalt. Die Projekte der Initiative verstärken marginalisierte Stimmen, die oft aus der öffentlichen Diskussion ausgeschlossen sind, und nutzen Kunst als kraftvolles Werkzeug für sozialpolitischen Aktivismus und kulturellen Austausch. So werden sichere Räume für den Dialog über Identität, Migration, Geschlechtergerechtigkeit und die gelebten Erfahrungen von Diskriminierung und Resilienz geschaffen. Weitere Informationen unter: https://flintaliteratur.de