In seiner Haftzeit von 1977 bis 1989 begann er ernsthaft zu schreiben, der Erzählband "Schattenränder" erschien 1987, der Gedichtband "Flickstellen" 1988 und der vielgelobte Roman "Wo der Hund begraben ist" 1993. 1998 folgt mit "i" ein weiterer Gedichtband, 2005 der autobiografische Roman "Der Mann, der aus dem Fenster sprang", 2017 der Faktenroman "Die Leben des Käpt’n Bilbo", für den er viele Jahre recherchierte, 2022 schließlich der Erzählungsband "So der Herr mit Zylinder", fasst der Verbrecher Verlag zusammen. Daneben publizierte er unzählige weitere Gedichte und Erzählungen in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften, außerdem veröffentlichte er zahlreiche Rundfunk-Features, Reportagen und Essays.
Lugmeier war dank seiner wunderbar tiefen Stimme auch als Märchenerzähler tätig, seine Liebe zu Stummfilmen trieb ihn dazu, regelmäßig Stummfilmabende zu veranstalten, bei denen er äußert kenntnisreich in die Filmgeschichte einführte. Seine Kunst habe viele Schriftstellerinnen und Schriftsteller inspiriert, so war etwa das Hauptwerk Christian Geisslers, "kamallatta", nach einem Gedicht Lugmeiers benannt.
"Ludwig Lugmeier war ein ungewöhnlich herzlicher Mensch, es war eine Freude mit ihm zu arbeiten", trauert der Verbrecher Verlag. Er starb am 9. März in Berlin mit 76 Jahren.