Derweil ist der Markt nach dem Höhenflug des vergangenen Jahres wieder etwas bescheidener ins Jahr 2026 gestartet: 103.100 m² Ladenfläche wurden im ersten Quartal angemietet. Dieser Flächenumsatz liege knapp zehn Prozent unter dem aktuellen Fünfjahresdurchschnitt von 115.200 m² für ein erstes Quartal. Insgesamt wurden 171 Deals gezählt. Das liegt zwar auf dem Niveau des Vorquartals mit 174, doch hatte dieses bereits einen Rückgang von zuvor 232 Abschlüssen bedeutet.
"Bemerkenswert ist die Verschiebung in der Struktur der Anmietungen: Der Anteil von Deals in den zehn Metropolen stieg im ersten Quartal 2026 auf 49 Prozent – der höchste Wert seit dem dritten Quartal 2023. Dies deutet darauf hin, dass trotz der insgesamt verhaltenen Nachfrage strategische Anmietungen weiterhin umgesetzt werden. Gleichzeitig erreichte der Anteil internationaler Konzepte mit 56 Prozent ebenfalls einen Spitzenwert, was die Attraktivität des deutschen Einzelhandelsmarkts für globale Player unterstreicht", sagt Aniko Korsos.
Unter den zehn bedeutendsten Einzelhandelsmärkten habe Berlin im ersten Quartal 2026 mit 23.700 m² den mit Abstand höchsten Vermietungsumsatz erzielt. Dies entspreche einem deutlichen Plus von 91 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal und unterstreicht die herausragende Stellung der Hauptstadt als Expansionsziel im deutschen Einzelhandel.
Die NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf folgt auf Platz zwei mit 7.500 m² und verzeichnet ebenfalls ein kräftiges Wachstum von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hannover komplettiert das Spitzentrio mit insgesamt 4.700 m² und einem Plus von 62 Prozent – ein bemerkenswertes Ergebnis für einen traditionell kleineren Markt.
Deutlich verhaltener hätten sich hingegen die klassischen Einzelhandelshochburgen präsentiert: Stuttgart erzielt mit 4.100 m² ein Minus von 25 Prozent, während München mit 3.800 m² rund 41 Prozent einbüßt. Besonders auffällig sind die deutlichen Rückgänge in Hamburg (minus 70 Prozent auf 3.200 m²) und Frankfurt/Main (minus 78 Prozent auf 1.900 m²), so JLL.
Köln verzeichnet mit 1.300 m² einen Rückgang von 75 Prozent, während Leipzig mit 800 m² um 33 Prozent zurückfällt und damit nicht an die Dynamik des Vorjahres anknüpfen kann.