Leseförderung

Nur nicht überfordern

20. Juli 2023
Martina Streble

Ein Erstlesebuch muss zum Leistungsstand und zu den Interessen eines Kindes passen. Dann klappt’s auch mit der Motivation. Meint Martina Streble, die gute Erfahrungen mit Comics gemacht hat. 

Renate Reichstein hat in ihrem Gastspiel in Heft 22 (»Zum Lesenlernen braucht es Texte, keine Häppchen«) völlig recht: Lesen lernen bedeutet vor allem üben. Und zwar ziemlich lange, sowohl in der Schule als auch zu Hause. Aber ­genau deshalb müssen wir Kindern doch Texte anbieten, die sie auf ihrem Leselevel abholen und zum Lesen motivieren. Heute ist die mediale Konkurrenz für Bücher enorm hoch. Viele Grundschulkinder haben bereits ein eigenes Smartphone. Er­leben Kinder zu viele Frustmomente auf dem Weg zum Bücherlesen, werden digitale Medien gewinnen.