Gastland der Frankfurter Buchmesse

Tolle Titel aus Tschechien

6. Juli 2026
Matthias Glatthor und Stefan Hauck

Tschechien ist in diesem Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse – mit großartiger ­Literatur. Grotesk? Ja. Harmlos? Nie.

Prag

Prag ist die Heimatstadt vieler tschechirscher Schriftsteller:innen.

Welche tschechischen Autor:innen fallen Ihnen so auf Anhieb ein? Ganz sicher Milan Kundera. Sein "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" war der meistverkaufte tschechische Roman des 20. Jahrhunderts, wurde 1988 mit Juliette Binoche verfilmt. Am 17. September erscheint die komplexe Liebesgeschichte mit philosophischen Betrachtungen (Ü: Susanna Roth, 304 S., 24 €) im Kampa Verlag, der an diesem Tag mit fünf weiteren Romanen Kunderas dessen Werkausgabe abschließt. Dann vielleicht Bohumil Hrabal, dessen Hymne auf das Lesen am 30. September bei Suhrkamp veröffentlicht wird: "Allzu laute Einsamkeit" (Ü: Peter Sacher, 114 S., 18 €) erzählt von Haňťa, Dichter wider Willen, der seit 35 Jahren die Altpapierpresse bedient, während des Vernichtens liest und so Literatur bewahrt.