"Wir freuen uns sehr, Jill Lepore zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse begrüßen zu dürfen", sagt Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, in einer Presseinformation. "Ihre Arbeiten zeigen, wie eng Geschichte und Gegenwart miteinander verbunden sind. Und das besonders in Zeiten, in denen Fragen von Demokratie, Freiheit und gesellschaftlicher Teilhabe weltweit neu verhandelt werden."
In ihren Büchern und Essays untersucht Jill Lepore die Geschichte der amerikanischen Demokratie – ihre Versprechen ebenso wie ihre Brüche. Im Jahr 2026 jährt sich die Unterzeichnung der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung zum 250. Mal. Aus diesem Anlass schrieb Lepore das Buch "We The People", welches am 2. April unter dem gleichen Titel auf Deutsch bei C.H. Beck erscheint. Darin zeichnet sie die Entstehung und Entwicklung der amerikanischen Verfassungsidee nach: von den frühen Debatten über Freiheit und Gleichheit bis zu heutigen Auseinandersetzungen um Demokratie und Bürgerrechte.
Lepores Arbeiten verbinden historische Forschung mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen. Sie schreibt über die Geschichte von Sklaverei und Rassendiskriminierung ebenso wie über die fortdauernden Kämpfe um demokratische Teilhabe in den Vereinigten Staaten. Im Herbst 2026 erscheint ihr neues Buch "Die Regierung der Maschinen: Aufstieg und Fall des künstlichen Staates".
Die Eröffnungspressekonferenz der Frankfurter Buchmesse eröffnet traditionell die Messewoche und richtet sich an internationale Medien. Jedes Jahr spricht dort eine literarische oder intellektuelle Stimme, die aktuelle gesellschaftliche Debatten aus einer besonderen Perspektive beleuchtet.