Tagung IG Wissenschaftliche Bibliotheken

Akademisches Publizieren und Lehrbuchmarkt im Umbruch

18. Oktober 2022
Michael Roesler-Graichen

Die digitale Transformation vollzieht sich im Bereich des akademischen Publizierens und der wissenschaftlichen Bibliotheken auf doppelte Weise: nicht nur als mediale Transformation, sondern auch als struktureller Wandel im Zeichen von Open Access und Open Science. Erkenntnisse der Jahrestagung der IG Wissenschaftliche Bibliotheken Anfang Oktober in Frankfurt.

Open Access und der Wunsch nach Gleichbehandlung

Dabei stimmten die meisten Teilnehmer der Tagung darin überein, dass Open Access das beherrschende Publikationsmodell in der Wissenschaftswelt sein wird. „Es muss aber nun darum gehen, Wege zu finden, allen Branchenteilnehmern faire Zugangschancen zu dem sich verändernden Markt zu erhalten“, meint Andreas Reckwerth, Verlagsdirektor bei Duncker & Humblot und Sprecher der IG Wissenschaftliche Bibliotheken. „Vor allem auf Seiten der Bibliothekslieferanten fühlt man sich nachvollziehbarerweise ausgeschlossen. Es werden zwar nach wie vor Dienstleistungen nachgefragt, aber im Zusammenhang mit Transformationsverträge werden diese oftmals von anderen Marktteilnehmern mit übernommen. So wurden im DEAL-Kontext klassische Handelsaufgaben einer Ausgründung der Max Planck Digital Library (MPDL) übertragen.“