Hauptversammlung des Börsenvereins
Am virtuellen Lagerfeuer des Verbands
17. November 2020
Premiere für den Börsenverein: Am Dienstag (17. November) fand von 16 bis 19.40 Uhr die erste digitale Hauptversammlung des Verbands statt. Im Mittelpunkt: Die Finanzen im Corona-Jahr. Eine Reform der Beitragsstaffel wurde verschoben. Alle Themen, Wahlen und Beschlüsse auf einen Blick.
Das eine online-Versammlung auch lebendig und unter Einbeziehung und Beteiligung aller Teilnehmenden möglich ist, haben - den Schilderungen meiner Frau zufolge - die Bücherfrauen mit ihrer Jahrestagung vor 14 Tagen vorgemacht. Es muss wohl nur gewollt sein. So war die erste digitale Hauptversammlung nicht mehr als eine jährlich notwendige Pflichtübung für das Hauptamt.
18.11. Jörg Robbert
Statt Partizipationsmöglichkeiten erlebe ich eine Frontalveranstaltung in der die Teilnehmenden lediglich die Rolle von nicht sichtbaren Zuschauern haben. Nie war die Rede davon dass Mitglieder mitdiskutieren können, von Beginn an hieß es, wir können „Fragen stellen“!
Mitgliederbeteiligung? Stand wohl nicht im Fokus derjenigen die diese Versammlung vorbereitet hatten. Keine Abstimmung über die Tagesordnung, vor allem aber: Wortmeldungen sind mir satzungswidrigerweise nicht möglich. Wenn ich eine „Wortmeldungen“ in einen chat tippen muss, diese dann aber entweder ignoriert, oder lediglich vom Pressesprecher im Chat kommentiert und - wenn überhaupt – mit Verspätung verlesen wird, ist das für mich keine Wortmeldung im Sinne der Satzung!
Zum Initiativantrag von Frau Grallert: Wie kann es sein das ein Mitglied einen Tag vor der Versammlung einen Initiativantrag einbringt, dieser aber noch nicht einmal als Folie eingeblendet wird? Wie undemokratisch ist es wenn die Antragstellerin, die schon vorab mitgeteilt hatte, warum ihr persönlich die Teilnahme nicht möglich ist, eine Begründung für den Antrag mitschickt, diese aber noch nicht einmal verlesen wird? Statt dessen spricht Frau Schulz-Rother mit Bild und Ton gegen den Antrag! Was für ein Niveau!
Ich „melde mich zu Wort“ und schreibe in den Chat, dass ich der Formulierung einer Satzungsänderung nur zustimmen kann wenn auch gegendert wird und erwarte, dass darüber auch vor der Abstimmung diskutiert wird! Pustekuchen.... Nachdem ich mehrfach schriftlich insistiere, bekomme ich lediglich einen Kommentar vom Pressesprecher in meinen chat. Nachdem die Abstimmung läuft oder schon gelaufen ist, teilt Herr Sprang zu meiner "Wortmeldung" mit, (den genauen Wortlaut habe ich nicht im Kopf) der Satzung sei vorangestellt, das mit der männlichen Form sei auch die weibliche gemeint sei und dies sei für die Satzung auch so ok!
Na denn.... ich erlebe ein Verband auf der Höhe der Zeit!