Auftakt Regionalbuchtage 2021

"Tante Emma lebt" ist das schönste Regionalbuch

15. September 2021
von Börsenblatt

Das schönste Regionalbuch Deutschlands ist "Tante Emma lebt. Zu Besuch in kleinen fränkischen Läden" (ars vivendi) von Tommie Goerz und Walther Appelt. Das hat die Jury des Preises gestern bei ihrer öffentlichen Diskussion zum Auftakt der Regionalbuchtage (15.–30. September) bekannt gegeben.

Die öffentliche Diskussion der Jury fand am 14. September in der Erfurter Buchhandlung Peterknecht statt, wie der Börsenverein mitteilt. Zum schönsten Regionalbuch Deutschlands wurde dabei "Tante Emma lebt. Zu Besuch in kleinen fränkischen Läden" von Tommie Goerz und Walther Appelt gekürt.

In der Begründung der Jury heißt es: "Gut sortiert und aufgeräumt erzählt Tante Emma lebt von den Restbeständen lokaler Einkaufskultur sowie in seinen fünfzehn Porträts von Läden und ihren Betreibern auch herzerfrischende David-gegen-Goliath-Geschichten. Das Hardcover inklusive Fadenheftung und Lesebändchen ist dabei das ganze Gegenteil eines Buches aus der Ramschecke: ein sowohl typographisch als auch fotografisch mit viel Liebe zum Detail gestalteter exquisiter Band mit hervorragenden ganz- und doppelseitigen Fotografien. Sämtliche Zitate sind im fränkischen Dialekt sowie farbig abgesetzt. Dieses Buch ist deutlich in der Region verortet und steht zugleich pars pro toto für ein Thema, das weit über seine eigenen Grenzen hinaus großes Interesse beanspruchen darf."

Die Diskussionsrund (v. l. n. r.): Peter Peterknecht, Michael Helbing, Anja Waldmann, Katharina Hesse (Geschäftsführerin Stiftung Buchkunst), Kirsten Witte-Hofmann und Phillip Hailperin

Auf der Shortlist des Preises standen neben dem Siegertitel außerdem:

Zum Preis

Mit dem Preis "Deutschlands schönstes Regionalbuch" zeichnen die Interessengruppe (IG) Regionalia des Börsenvereins und die Stiftung Buchkunst Bücher aus, die einen regionalen Bezug haben und durch ihre Gestaltung, Bindung, Typographie und Gesamtkonzeption besonders hervorstechen und Verkäuflichkeit im Buchhandel vor Ort versprechen.

Der Jury für Deutschlands schönstes Regionalbuch gehören an:

Phillip Hailperin (Buchgestalter und Hersteller, Hofmeister Stauder. Büchermacher)

Michael Helbing (Kulturredakteur, Thüringer Allgemeine)

Peter Peterknecht (Buchhändler und Gastgeber der Verleihung 2021)

Anja Waldmann (Kommunikationsdesignerin, Waldmann – Büro für Gestaltung)

Kirsten Witte-Hofmann (Verlegerin des Siegertitels 2020 - Barbara Thériault: Die Bodenständigen, edition überland)

Auftakt der Regionalbuchtage

Die Auszeichnung ist der Auftakt der bundesweiten Regionalbuchtage "Heimat erlesen" vom 15. bis 30. September. Unter dem Dach von JETZT EIN BUCH!, der bundesweiten Initiative der deutschen Buchbranche, und in Zusammenarbeit mit der IG Regionalia im Börsenverein rücken Buchhandlungen und Verlage in ganz Deutschland regionale Literatur gezielt in den Fokus.

Die Regionalbuchtage finden zum dritten Mal in Kooperation und mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) statt. Das BMI unterstützt insgesamt 16 digitale Veranstaltungen zum Motto "Stadt und Land erlesen".

  • Ein Überblick über die Angebote des BMI ist in Kürze unter www.boersenverein.de/regionalbuchtage zu finden.
  • Alle Events der Regionalbuchtage, ob physisch oder digital, sind abrufbar im Veranstaltungskalender des Kooperationspartners des Börsenvereins, dem bundesweiten Projekt Tag der Regionen.
  • Der Hashtag #Heimaterlesen bündelt alle Social-Media-Aktivitäten rund um die Regionalbuchtage.