Giffey zufolge ist der Ballungsraum Berlin-Brandenburg die am stärksten wachsende Wirtschaftsregion in Deutschland. Einen erheblichen Anteil daran habe die Kreativwirtschaft. 17.000 Menschen seien im Buch-und Pressemarkt Berlins beschäftigt, im Vorjahr habe der Bereich 2,6 Milliarden Euro umgesetzt, rechnete sie vor.
Trotzdem hat sich die wirtschaftliche Lage für viele Buchhandlungen und Verlage im vergangenen Jahr verschlechtert. Giffey selbst sprach von "der Herausforderung eines veränderten Konsum- und Leseverhaltens". Martina Tittel wiederum beklagte steigende Gewerbemieten und die Verödung innerstädtischer Areale.
Einen "Immobiliengipfel", den Tittel sich wünscht, wird es dennoch vorerst wohl nicht geben. Giffey verwies auf die Zuständigkeit des Bundes, eine Gesetzesänderung zu den Gewerbemieten sei nicht in Sicht. Stattdessen soll an die Verantwortung der Vermieter für lebendige innerstädtische Areale appelliert werden. "Buchhandlungen werten ein Viertel auf" – da ist sich Giffey sicher.
Und sie fördern das Miteinander. Für ihr besonderes gesellschaftliches Engagement und den Einfallsreichtum, mit dem sie Kinder für das Lesen begeistern, erhielten neun Buchhandlungen das Gütesiegel Leseförderung. Die Buchhandlungen Seenland im brandenburgischen Senftenberg und Godolt in Berlin-Charlottenburg wurden als Kinderbuchhandlungen des Jahres ausgezeichnet.