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Redaktionsplan – kostet das nicht zu viel Zeit?!

9. März 2022
von Susanne Meinel

Mehr Kanäle, mehr Optionen, aber irgendwie auch immer mehr Arbeit … Unsere Welt wird insgesamt unüberschaubarer. Hilft ein Redaktionsplan das eigene Tun auf Social Media zu verbessern? PR-Expertin Susanne Meinel fasst zusammen.

Kein Plan oder kein Durchblick von zu viel Plan? Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen

Unsere Art zu arbeiten und zu kommunizieren, haben sich rasant verändert. Manchmal bereiten die neuen Möglichkeiten viel Freude und an anderen Tagen hechelt man den eigenen Anforderungen nur noch hinterher. Und das hat ja sehr gute Gründe: Unsere Welt ist volatil, unsicher, komplex und mehrdeutig (ambig). Wir brauchen neue Herangehensweisen, um dieser VUCA-Welt mit all ihren Unsicherheiten zu begegnen. Und was hilft bei Unüberschaubarkeit am meisten? Intuitiv wissen das die meisten, aber manchmal hilft es, sich vor Augen zu führen, dass man vieles selbst in der Hand hat: Übersicht verschafft man sich am leichtesten, indem man sich Strukturen schafft. Denn am Ende geht es darum, den Input zu reduzieren – manchmal auch den eigenen Output. Und dabei können gerade digitale Tools eine gute Unterstützung sein.   

Auch die Vielfalt von Social Media-Tools ist schier unüberschaubar, ebenso wie ihre Möglichkeiten. Ein paar Standards sind für den Einstieg hilfreich. Je tiefer man in die Materie einsteigt, desto stärker findet man selbst heraus, welche Tools einem liegen und welche eher nicht. Das unverzichtbare Tool schlechthin ist ein Redaktionsplan, der an die eigenen Bedürfnisse angepasst ist. Ob man den in einer Excel-Tabelle pflegt oder in einem der zahlreichen Planungstools, ist dann wiederum den eigenen Vorlieben (und Budget) überlassen.

Keine nervigen „Was posten wir denn diese Woche?“-Überlegungen, keine hektische Suche nach passenden Bildern oder Fotomotiven. Genau deshalb bleibt auch wieder Zeit für spontane Interaktion und das (völlig zurecht!) viel gepriesene Community Management!

Flexibler durch Strukturen: Redaktionsplanung

Oft höre ich die Frage: Aber kostet das nicht furchtbar viel Zeit? Und macht das nicht sehr unflexibel, wenn ich meine Postings schon auf Wochen vorausplane? Wo bleibt da die Spontaneität?

Für mich liegt der Vorteil des Vorausplanens trotzdem auf der Hand: Man macht sich einmal konzentriert Gedanken, sortiert Themen, findet Lücken in der Planung, die sich dann sogar noch mit Vorlauf füllen lassen und hat genau deshalb wieder mehr Raum für spontanes Agieren. Denn der Rahmen steht als Content-Plan bereits. Keine nervigen „Was posten wir denn diese Woche?“-Überlegungen, keine hektische Suche nach passenden Bildern oder Fotomotiven. Genau deshalb bleibt auch wieder Zeit für spontane Interaktion und das (völlig zurecht!) viel gepriesene Community Management!

Mein Tipp ist daher immer: Die Waage finden zwischen Vorausplanen und spontaner Interaktion. Natürlich kann man nicht jeden Beitrag live posten und sofort für Interaktion bereit stehen, aber genau das sollte man auch immer wieder einplanen, um als aktiver Kanal wahrgenommen zu werden.

Let´s talk social am 30.3.2022

Weitere Tools und Tipps aus der Praxis gibt es bei der digitalen Social-Media-Fachtagung des Börsenblatts und des mediacampus frankfurt: Let´s talk social am 30. März – unter den Referentinnen ist auch Susanne Meinel, die in ihrem Workshop „Tools, tools, tools“ vier unerlässliche und praktische Tools für den Social Media Alltag vorstellt. Hier gibt’s die Infos zum Let's talk social-Programm.