Wie der Branchen-Monitor Buch von Media Control zeigt, liegen die Umsätze von Kalenderwoche 1 bis 46 über alle Absatzkanäle hinweg um 5,5 Prozent höher als im Jahr 2020 - und das trotz der längeren Ladenschließungszeiten im zweiten Lockdown. Per Ende der Kalenderwoche 44 betrug das Plus 5,4 Prozent.
Bei den Warengruppen sind in den Wochen 1 bis 46 bis auf die Reisebücher (minus 2,6 Prozent) durchweg grüne Vorzeichen zu vermelden: Am besten schneiden die Sachbücher mit einer Umsatzsteigerung von 8,2 Prozent ab, gefolgt von Belletristik (7,2 Prozent) und Kinder- und Jugendbuch (7,1 Prozent).
Für ein gekauftes Buch zahlten die Kundinnen und Kunden durchschnittlich 14,09 Euro – das sind 2,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die abgesetzten Mengen nahmen um drei Prozent zu.
Bei den Editionsformen waren vor allem Hard- und Softcover gefragt, die mit einem Plus von 8,3 Prozent punkten konnten. Taschenbücher rutschten mit 1,3 Prozent leicht ins Minus.
Der Blick weiter zurück auf das Jahr 2019 lässt ebenfalls eine positive Entwicklung erkennen. Die Einnahmen der Kalenderwochen 1 bis 46 liegen in diesem Jahr 2,2 Prozent über jenen im Vor-Pandemie-Jahr. Am meisten profitiert haben die Hard- und Softcover, die ein Plus von glatt sechs Prozent verzeichnen. Taschenbücher hingegen haben fünf Prozent ihres Umsatzes verloren.
Die Analyse nach Warengruppen lässt die Kinder- und Jugendbücher als große Gewinner hervorgehen, die sich gegenüber 2019 um 13,9 Prozent steigern konnten. Auf Position zwei folgen belletristische Titel mit einem Zuwachs von 5,6 Prozent. Das größte Minus geht zu Lasen der Reisebücher mit einem Einbruch von 27,7 Prozent.
Die von den Buchkäufern in diesem Jahr bezahlten Preise (im Schnitt 14,09 Euro pro Buch) lagen im Vergleich zu 2019 um 4,5 Prozent höher, die abgesetzten Mengen sanken um 2,3 Prozent.