Wer in der malerischen Innenstadt von Eberswalde ein Buch kaufen will, muss nicht lange suchen. Nur fünf Gehminuten liegen die drei Buchhandlungen voneinander entfernt. Vor 35 Jahren, nur wenige Monate nach dem Mauerfall, gründete Brigitte Puppe-Mahler ihre Buchhandlung. "Plötzlich waren meine Kenntnisse nicht mehr gefragt. Und da ich schon immer eine leidenschaftliche Leserin war, hatte ich mir in den Kopf gesetzt, mich mit einer Buchhandlung selbstständig zu machen", erzählt die 70-Jährige, die in der DDR ein betriebswirtschaftliches Studium abgeschlossen hatte. Zunächst war sie landauf, landab mit ihrem Trabi unterwegs, um Bücher zu verkaufen, bevor sie einen Laden anmieten konnte. Vor 30 Jahren ergriff sie die Chance, in das neu gebaute Sparkassenforum Eberswalde umzuziehen, in dem sie seitdem die Verkaufsfläche dreimal auf heute 150 Quadratmeter erweitern konnte. Einen zweiten Laden im benachbarten Finow gab Puppe-Mahler nach kurzer Zeit wieder auf: "Wir konzentrieren uns ganz auf diesen Standort."