Im Mittelpunkt stehen vier Frauen: die 85-jährige Sigrid, ihre Töchter Elvira und Mona sowie ihre Schwiegertochter Kathi. Jede von ihnen versucht auf ihre Weise, mit der eigenen Biografie und den Erwartungen des Alltags zurechtzukommen.
Es ist ein Samstag im August, als Elvira und ihr Mann Jobst auf der Heimreise einem jungen Paar helfen, dessen Auto liegengeblieben ist. Fast zeitgleich lüftet Sigrid ein lang gehütetes Geheimnis – und mit einem Mal gerät das Familiensystem in Bewegung. Mit feinem Gespür für ihre Figuren zeigt Birgit Bachmann, dass Ungesagtes nicht folgenlos bleibt. Das, worüber geschwiegen wird, prägt Familiengeschichten und wirkt über Generationen fort. Entscheidungen, die Jahrzehnte zurückliegen, haben Auswirkungen auch auf das Leben von Kindern und Enkeln. Erst als das Schweigen endet, können Mutter und Kinder, Geschwister und Ehepartner sich neu begegnen – und ein Blick nach vorn wird möglich.