Aus für Otto und Sohn in Bremen
"Ich will meine Buchhandlung erhobenen Hauptes schließen"
30. Januar 2025
Die fast 100 Jahre alte Buchhandlung Otto und Sohn in Bremen-Vegesack schließt spätestens Ende August. Die Entscheidung habe er kurzfristig, aber wohlüberlegt getroffen, sagte Inhaber Martin Mader auf Anfrage. Auch Jan Böhmermann bedauert diesen Schritt.
Martin Mader
© Matthias Sabelhaus
Herzlichen Gruß, Ihr Philipp Görke, Hamburg.
Bremer Vulkan-Werft (ca. 3.400, bei Schließung ca. 2.000 Arbeitsplätze), Bremer Wollkämmerei (zu besten Zeiten ca. 1..000, bei Schließung 260 Arbeitsplätze), BTF Textilwerke (zu besten Zeiten ca. 1.200, bei Schließung ca. 116 Arbeitsplätze), Norddeutsche Steingutfabrik (zu besten Zeiten >1.000, bei Wegzug nach Bremerhaven noch ca. 330 Arbeitsplätze), die Flugzeugwerft in Lemwerder (ca. 1.200 Mitarbeiter), Dewers Armaturenfabrik, Maschinenfabrik Krause (vormals Johann A. Krause, vormals ca. 900, bis 2026 wird die Produktion heruntergefahren).
Das waren alles gut bezahlte Jobs, an denen ganze Familien hängen, dann besorgen sich Hunderter fehlender Azubis pro Lehrjahr auch keine Berufsschulliteratur mehr.
Kurzum: Es sieht tatsächlich schlecht aus. Der stationäre Einzelhandel in Bremen-Vegesack wird es künftig noch schwerer haben, zumal die in den Stadtteil zugezogenen wenig finanzkräftig und auch nicht Buch-affin sind. Auch käme ein Stadt-Bremer selten auf die Idee nach Bremen-Nord zu ziehen, Leute aus Bremen-Nord sagen "wir fahren in die Stadt", wenn es Richtung Bremen-Zentrum geht.