Marianna Geier möchte die Wiener-Kaffeehaus-Vibes von Buch & Bohne im Münchner Schlachthofviertel nicht mehr missen. Das fünfköpfige Team bietet in drei Räumen Literatur und ist ein Treffpunkt im Viertel. Räumlich gibt es keine Trennung zwischen Café und Buchhandlung. Einzige Ausnahme ist die Abteilung Kinderbuch – dort ist kein Verzehr vorgesehen. Der Hauptumsatz liegt mit 90 Prozent beim Buch, das Café ist unverzichtbares Beiwerk, denn es verändert die Atmosphäre. Es duftet nach Kaffee und Kuchen. "Wir sind Gastgeberinnen", sagt die Inhaberin. Bücher gebe es an jede Ecke, entscheidend seien das Wohlgefühl und die Bindung. Bei der Personalauswahl legt sie Wert auf Vorerfahrung im Buchhandel; Freundlichkeit hat Vorrang vor Gastro-Erfahrung: "Wir bieten hier keine atemberaubende Barista-Latte-Art", so Marianna Geier – "aber der Milchschaum muss stimmen."