Noch nicht alle Verlage sind dabei
Open Access wird auch in geistes- und sozialwissenschaftlichen Verlagen immer wichtiger. Bisher fehlt aber eine flächendeckende Absicherung, wie das Beispiel des Verlags Barbara Budrich zeigt.
Open Access wird auch in geistes- und sozialwissenschaftlichen Verlagen immer wichtiger. Bisher fehlt aber eine flächendeckende Absicherung, wie das Beispiel des Verlags Barbara Budrich zeigt.
Während die großen, vor allem auf Naturwissenschaften fokussierten Verlagsgruppen inzwischen einen großen Teil ihrer Zeitschriften und zunehmend auch Bücher im Open Access publizieren, sind kleinere Verlage, vor allem in den Geistes- und Sozialwissenschaften, erst auf dem Weg dorthin. In Deutschland gibt es nach jahrelangen Verhandlungen zwischen dem Projekt DEAL der deutschen Wissenschaftsallianz und den großen Verlagen Wiley, Springer Nature und Elsevier drei, teilweise bereits verlängerte, Verträge, die die Publikation von Journalartikeln im Open Access für mehrere Jahre regeln. Zuletzt wurde am 6. September 2023 für Deutschland eine vertragliche Vereinbarung zwischen DEAL und dem Verlag Elsevier bekannt gegeben, die eine Laufzeit bis 2028 hat.
Der Verlag Barbara Budrich, der in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiert, bietet seinen Autor:innen ebenfalls bereits seit Jahren die Möglichkeit, ihre Beiträge im Open Access zu publizieren. Im Gegensatz zu den drei großen Verlagsgruppen »gibt es für unsere Open-Access-Aktivitäten aber keine komplette vertragliche Absicherung, sondern nur individuelle Projekte«, erläutert Verlegerin Barbara Budrich. »Wir sind aber auf mehreren Ebenen mit unterschiedlichen Playern im Gespräch.«