Leseförderung

Das Problem an der Wurzel packen

8. September 2021
Stefan Hauck

Junge Eltern, die selbst nicht gut lesen können, mit niedrigschwelligen Leseförderangeboten zu erreichen: Das gelingt dem REACH-Projekt. Ein wichtiger Ansatz, damit das Lesen wieder positiv besetzt wird und Lesefreude an Kinder weitergegeben werden kann.

Wenn es um die Förderung von Lesekompetenz geht, werden Ursachen von Problemen und Maßnahmen häufig vor allem im Kontext der schulischen Bildung von Kindern und Jugendlichen diskutiert. Im Mittelpunkt steht die Leistungsfähigkeit von Lehrkräften und des Schulsystems. Diese Betrachtung klammert aus, dass die Benachteiligung von Kindern im Zugang zum Lesen bereits vor der ersten Klasse in der frühen Kindheit grundgelegt wird, vor allem in Familien, in deren Alltag Lesen nur eine geringe Rolle spielt. Besonders benachteiligt sind Kinder, wenn ihre Eltern selbst nur eingeschränkte Lesefähigkeiten besitzen.