Auszeichnung an Philippe Sands

Friedenspreis: Die Reden aus der Paulskirche erscheinen bei Reclam

29. Oktober 2026
Redaktion Börsenblatt
Philippe Sands

Philippe Sands

Die feierlichen Ansprachen zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2026 an Philippe Sands erscheinen am 11. November in der Universal-Bibliothek des Reclam Verlags.

Der zweisprachige Band versammelt die Dankesrede des britisch-französischen Juristen und Autors, die Laudatio der Historikerin Mirjam Zadoff sowie die beiden Grußworte aus der Frankfurter Paulskirche. Herausgeber ist der Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

Die Jury des Friedenspreises begründete ihre Wahl unter anderem damit, dass Philippe Sands ein Chronist völkerrechtlicher Verbrechen sei und noch weit mehr: Er sei ein engagierter Humanist, der "trotz wachsender Widerstände unermüdlich für Menschenrechte eintritt und um Gerechtigkeit und Verständigung ringt."

 Rund 700 Gäste verfolgten in der Frankfurter Paulskirche die Verleihung, die traditionell am Buchmesse-Sonntag stattfand. Sands fand in seiner Dankesrede eindringliche Worte über das weltweite Schweigen angesichts von Unrecht. Laudatorin Mirjam Zadoff, Historikerin und Direktorin des NS-Dokumentationszentrum München, hob hervor, dass Sands den Blick in die Abgründe menschlicher Existenz nicht scheue: "Es sind nicht Düsternis, Bitterkeit oder Zynismus, die ihn bewegen, sondern eine fast rastlose Suche nach der, wie er es nennt, 'verlorenen Fähigkeit zu hoffen'. Es ist die Liebe zur Musik, die Liebe zur Welt und die Liebe zu den Menschen, die aus Philippe Sands Werk spricht."

 "Wir freuen uns sehr, dass die Friedenspreis-Reden in unserem Verlag erscheinen ‒ eine große Ehre", sagt Petra Mayer, Programmleiterin und Mitglied der Geschäftsleitung des Reclam Verlags. "Die Universal-Bibliothek prägt die demokratische Idee, zentrale Gedanken allen zugänglich zu machen und zur Verständigung beizutragen. Genau hier gehört dieser Band hin."