Kooperation Thieme und Klett

Lernplattform für ausländische Ärzte und Ärztinnen

19. Februar 2026
Redaktion Börsenblatt

Ein neues digitales Lernangebot soll ausländische Ärzt:nnen bei der Vorbereitung auf die medizinische Kenntnisprüfung und die Fachsprachenprüfung in Deutschland unterstützen. Dafür kooperieren der digitale Gesundheitsdienstleister Thieme und der Spezialist für Deutsch als Fremdsprache, Ernst Klett Sprachen.

Arzt mit schwarzen Haaren, Bart und dunkler Haut kniet neben einem Mädchen im Rollstuhl, beide grüßen sich fröhlich per Fistbump

Ausländische Ärzt:innen müssen für die Approbation nachweisen, dass ihre medizinischen Kenntnisse dem deutschen Standard entsprechen. Dies geschieht über die Anerkennung der Abschlüsse aus dem Herkunftsland oder über eine Kenntnisprüfung. Diese wird bei den zuständigen Landesärztekammern abgelegt und umfasst medizinisches Fachwissen wie auch rechtliche Aspekte der Berufsausübung in Deutschland. Darüber hinaus sind zwingend sehr gute Deutschkenntnisse erforderlich. Neben allgemeinen Sprachkenntnissen wird insbesondere geprüft, ob die ausländischen Ärzt:innen die medizinische Fachsprache sicher beherrschen, etwa bei Arzt-Patienten-Gesprächen oder bei der medizinischen Dokumentation.

Vorbereitung auf medizinische Kenntnis- und Fachsprachenprüfung

Für die strukturierte Vorbereitung auf die geforderten Prüfungen machen Thieme und Ernst Klett Sprachen jetzt ein integriertes digitales Angebot. „Wir möchten, dass Ärzt*innen aus dem Ausland zügig die Approbation erhalten“, sagt Tillmann Weik, Senior Director Product Management bei Thieme. Die „eRef Kenntnisprüfung“ von Thieme biete eine klare Orientierung darüber, welches medizinische Wissen für die Prüfung relevant ist. 

Ärzt:innen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, können mit den integrierten digitalen Lerninhalten von Ernst Klett Sprachen ihre Deutschkenntnisse gezielt weiterentwickeln. Zusätzlich stellt Thieme Inhalte zur medizinischen Fachterminologie bereit, die für den Berufsalltag und die Prüfungen besonders wichtig sind.

„Mit diesem Angebot möchten wir ausländischen Ärzt*innen die Anerkennung in Deutschland spürbar erleichtern und gleichzeitig Kliniken dabei unterstützen, dringend benötigtes Personal aus dem Ausland zu integrieren“, erklärt Weik.

„Es ist uns ein großes Anliegen, mit einem starken Partner einen Beitrag zu dieser gesellschaftlichen Herausforderung zu leisten“, betont Matthias Rupp, Geschäftsführer bei Ernst Klett Sprachen.