Lesemotive im Praxistest
Die Titel im VLB werden auch nach Lesemotiven verschlagwortet. Wie sich die kundenzentrierte Gliederung im Buchladen nutzen lässt, probiert gerade die Buchhandlung Lesezeichen in Germering aus.
Die Titel im VLB werden auch nach Lesemotiven verschlagwortet. Wie sich die kundenzentrierte Gliederung im Buchladen nutzen lässt, probiert gerade die Buchhandlung Lesezeichen in Germering aus.
An einem Samstag im März hat Katrin Schmidt mit ihren Kolleginnen neun Stunden lang die gesamte Belletristik neu sortiert: nach Lesemotiven. »Etwa 90 Prozent der Titel haben auf Anhieb gepasst. Mit diesen Büchern sind wir entsprechend der Lesemotive konform gegangen«, erklärt die Inhaberin der Buchhandlung Lesezeichen in Germering. »Aber bei ca. zehn Prozent waren wir mit der Zuordnung nicht einverstanden.« Schon im Vorfeld habe sie mit Sortimentsberaterin Stephanie Lange diskutiert, wie sie damit umgehen sollte – am Anfang war beispielsweise Annie Ernaux mit ihren Büchern von der KI des VLB bei »Leichtlesen« einsortiert. »Solche Fehlzuordnungen gilt es zu ändern. Wir geben kontinuierlich Feedback mit konkreten Vorschlägen an das Lesemotiv-Team von MVB.«