Stadt Frankfurt am Main zeichnet Uwe Timm aus

"Literarischer Chronist der Bundesrepublik Deutschland"

5. Mai 2026
Redaktion Börsenblatt

Uwe Timm erhält für sein literarisches Schaffen den mit 50.000 Euro dotierten Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main. Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef würdigte den Preisträger als "Humanist durch und durch", mit dem man einen "der großen literarischen Chronisten der Bundesrepublik Deutschland" auszeichne.  

Uwe Timm

Uwe Timm

Die Auszeichnung wird von der Stadt Frankfurt am Main alle drei Jahre vergeben; die Preisverleihung findet am 28. August, dem Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes, durch den Oberbürgermeister in der Frankfurter Paulskirche statt. 

Uwe Timm wird "für sein reiches und vielfältiges Werk, das wie dasjenige Goethes von tiefster Humanität geprägt ist und weltumspannend die Möglichkeiten der Literatur auslotet, vom beseelten Kinderbuch bis zur fiktionalen wie essayistischen Auseinandersetzung mit den Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte" geehrt, so die Begründung des Kuratoriums.

 

Verlegerin Kerstin Gleba gratuliert

Uwe Timms Verlegerin Kerstin Gleba, Kiepenheuer & Witsch Verlag, gratuliert ihrem Autor: "In seinem literarischen Werk fragt Uwe Timm nach den Wurzeln unseres Denkens, unserer Ideologien, unserer Träume – und nach den Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Immer gelingt es Uwe Timm, uns die Vergangenheit als lebendige Kraft vor Augen zu führen, als etwas, das nachwirkt und unser Heute bestimmt. Doch Uwe Timms Bücher sind mehr als eine Reflexion der Geschichte. Sie sind geprägt von Humor und Wärme. Sein Schreiben verbindet das Sinnliche mit dem Abstrakten, das Politische mit dem Poetischen. Ihm gelingt die große Kunst, das Lebendige literarisch zu gestalten."

Person und Werk

Uwe Timm, geboren 1940 in Hamburg, lebt in München. Sein Werk erscheint seit 1984 bei Kiepenheuer & Witsch in Köln, u. a.: "Heißer Sommer" (1974), "Morenga" (1978), "Kerbels Flucht" (1980), "Der Schlangenbaum" (1986), "Kopfjäger" (1991), "Die Entdeckung der Currywurst" (1993), "Rot" (2001), "Am Beispiel meines Bruders" (2003), "Der Freund und der Fremde" (2005), "Halbschatten" (2008), "Von Anfang und Ende. Über die Lesbarkeit der Welt" (2009), "Montaignes Turm" (2015), "Ikarien" (2017), "Der Verrückte in den Dünen" (2020), "Alle meine Geister" (2023).