Unter dem Motto Zuversicht eröffnen am Donnerstagabend im Klangraum Krems Minoritenkirche der Schriftsteller Robert Menasse und die Philosophin und Zukunftsforscherin Lena Papasabbas die diesjährigen Europäischen Literaturtage. Im Gespräch mit Katja Gasser diskutieren sie über das Spannungsverhältnis zwischen radikaler Zuversicht im Denken und traurigem Idealismus. Anschließend liest Robert Menasse aus seinem aktuellen Buch "Die Lebensentscheidung" (Suhrkamp).
Am Freitag und Samstag sprechen die Ökonomin Sigrid Stagl und Autor und Podcast-Host Florian Vitello über den Sinn von guten Nachrichten. Die Schriftstellerinnen Aiki Mira und Ursula Poznanski erörtern die Macht der Technik, während der Erzähler Jonathan Coe mit seinem jüngsten Roman "Der Beweis meiner Unschuld" (Folio; Ü: Cathrine Hornung) die junge Generation und die gegenwärtige Welt porträtiert.
Die Schriftsteller:innen Maja Haderlap und Eli Beneš hinterfragen die Prägung durch Traumata, die Philosophin und Autorin Eva Meijer und die Kunstvermittlerin Amber Massie-Blomfield beschäftigen sich mit der Klimakrise und der gesellschaftlichen Verantwortung von Kunst. Die Schriftstellerinnen Dorota Ambrožová und Miriam Davoudvandi erkunden schwierige Kindheiten und sprechen über Solidarität als Zuversicht, Ilma Rakusa prangert Ungerechtigkeit und Despotismus an und Dorota Masłowska erörtert Ängste und Sehnsüchte der postkommunistischen Generation.
Den Abschluss der Gesprächsrunden und Lesungen bilden die Schriftsteller:innen Magdalena Schrefel und Anthony Passeron, die über die mögliche Rolle von Kunst in der Krise und den erfolgreichen Kampf gegen die Aids-Epidemie erzählen.
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