Neues Einlasskonzept

Leipziger Buchmesse reagiert auf Einlass-Chaos

6. Februar 2026
Redaktion Börsenblatt

Nach dem Besucheransturm 2025 passen die Veranstalter der Leipziger Buchmesse ihr Einlasskonzept an. Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet, sollen unter anderem tagesgebundene Tickets und eine klarere Besucherführung für Entlastung sorgen.

Besucher der Leipziger Buchmesse 2024 drängen sich in der Glashalle

Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet, zieht die Leipziger Buchmesse Konsequenzen aus den teils erheblichen Wartezeiten beim Einlass im vergangenen Jahr und passt ihr Konzept für die kommende Messe umfassend an. Hintergrund ist der Besucherrekord von nahezu 300.000 Gästen im Jahr 2025, der insbesondere in den Morgenstunden zu Staus und Verzögerungen an den Eingängen geführt hatte.

Aus Sicht der Messe habe sich das Besucherverhalten zuletzt deutlich verändert, erklärte Messesprecher Felix Wisotzki. Viele Gäste seien 2025 bereits lange vor der offiziellen Hallenöffnung um 10 Uhr auf dem Gelände gewesen, während sich der Zustrom früher stärker über den Tag verteilt habe. Die gestiegene Popularität der Buchmesse habe damit auch organisatorische Herausforderungen mit sich gebracht.

Verbesserte Wegeführung und tagesgebundene Tickets auf der LBM

Zentraler Teil des neuen Einlasskonzepts ist eine klarere Wegführung der Besucherströme. Vor allem im Bereich der Glashalle und rund um den Messesee sollen zusätzliche Absperrungen in Form sogenannter Mannheimer Gitter sowie eine verbesserte Beschilderung für geordnete Zugangswege sorgen. Ganz vermeiden ließen sich Wartezeiten bei einer publikumsstarken Veranstaltung wie der Buchmesse allerdings nicht.

Zudem werden erstmals an allen Messetagen ausschließlich tagesgebundene Tickets angeboten. Bislang galt diese Regelung nur für den stark nachgefragten Samstag. Dadurch erhofft sich der Veranstalter eine bessere Absehbarkeit des Besucheraufkommens an den einzelnen Tagen. Ergänzend werden die Nachmittagstickets bereits ab 14 Uhr statt wie bisher ab 15 Uhr gültig sein, um die Vormittage zusätzlich zu entlasten.

ÖPNV während der Leipziger Buchmesse

Auf eine Einführung fester Zeitfenster für den Messebesuch verzichtet der Veranstalter bewusst. "Jeder, der die Buchmesse besuchen will, soll die Chance haben, so lange zu bleiben, wie er oder sie möchten", sagte Wisotzki der Leipziger Volkszeitung. Zugleich appelliert die Messe an die Besucher:innen, nicht deutlich vor Öffnung der Hallen anzureisen, um einen reibungsloseren Ablauf zu unterstützen.

Parallel bereiten sich die Leipziger Verkehrsbetriebe auf ein starkes Messewochenende vor. Die Straßenbahnlinien 14 und 16 sollen im Fünf-Minuten-Takt verkehren, zu Stoßzeiten alle zwei bis drei Minuten; zusätzlich wird die Linie 10 vom Hauptbahnhof als Linie 16 bis zum Messegelände geführt. Die LVB rechnen mit bis zu 40.000 Fahrgästen pro Tag, besonders der Freitag gilt wegen eines parallel stattfindenden Bundesligaspiels als verkehrlich herausfordernd.