PISA-Studie 2025

Deutschlands Lesekompetenz im Sinkflug

8. September 2026
Stefan Hauck

In der PISA-Studie 2025 liegt Deutschland in puncto Lesekompetenz noch knapp über dem OECD-Durchschnitt. Doch der Blick hinter den Mittelwert zeigt einen alarmierenden Trend:  Der Anteil der leseschwachen Jugendlichen hat sich seit 2015 verdoppelt, fast jeder dritte 15-Jährige verfügt nur über eingeschränkte Lesekompetenzen. Gleichzeitig geht auch die Zahl der besonders starken Leserinnen zurück.

Liniendiagramm mit dem Titel „Lesekompetenz“ zur Entwicklung der PISA-Durchschnittswerte von 2000 bis 2025. Die blau gestrichelte Linie zeigt zunächst geringe Schwankungen und ab 2012 einen deutlichen Rückgang.

PISA-Studie 2025: Entwicklung der Lesekompetenz (OECD-Durchschnitt)

Deutschland liegt bei der Lesekompetenz etwa im OECD-Durchschnitt

15-Jährige in Deutschland erreichen durchschnittlich 465 Punkte. Der Durchschnitt der OECD-Länder liegt bei 461 Punkten. Der kleine Unterschied ist statistisch nicht bedeutsam – Deutschland liegt damit insgesamt im Mittelfeld. Im Vergleich zu den anderen EU-Ländern schneidet Deutschland etwas besser ab: Der EU-Durchschnitt liegt bei 451 Punkten.In den OECD-Ländern erreichen Jugendliche in 16 Ländern höhere Werte als in Deutschland. Dazu gehören zum Beispiel Estland (499 Punkte), Kanada (490 Punkte), Italien und Finnland (474 Punkte), die Türkei (472 Punkte), die Schweiz (470 Punkte), das Buchmesse-Gastland Tschechien (468 Punkte) oder Österreich (467 Punkte). Frankreich liegt mit 456 Punkten ungefähr auf dem OECD-Niveau. Die Niederlande liegen mit 441 Punkten deutlich darunter. Weltweit erreicht Singapur mit 535 Punkten den höchsten Wert, Ruanda mit 301 Punkten den niedrigsten.