Marktprognosen

Getrübte Konsumstimmung

5. Juni 2026
Sabine Cronau

Ende 2025 hat das Institut für Handelsforschung die Studie "Handelsszenario 2030+" vorgelegt – bevor der Iran-Krieg begann. Müssen die Prognosen für den Einzelhandel jetzt revidiert werden? Antworten von IfH-Geschäftsführer Boris Hedde.

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Der Geschäftsführer des Kölner Instituts für ­Handelsforschung, kurz IfH, ist unter anderem ­spezialisiert auf die Vitalisierung der Innenstädte

Das IfH hat seine Studie "Handelsszenario 2030+" im November 2025 veröffentlicht – und damit vor dem Ausbruch des Iran-Kriegs. Gibt es Punkte, die Sie mittler­weile anders bewerten würden?

Boris Hedde: Die aktuelle geopolitische Lage zeigt gerade sehr deutlich, wie sehr die Konsumstimmung von externen Krisen beeinflusst wird. Während sich Konsumklima und Umsätze im Einzelhandel Ende 2025 zunächst stabilisiert hatten, ist mit dem Iran-Krieg die Stimmung im Frühjahr dieses Jahres wieder deutlich eingebrochen – auf ein Niveau, das wir zuletzt 2023 gesehen ­haben. Steigende Preise und Konjunktur­sorgen wirken hier als zusätzliche Belastungsfak­toren.

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